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Großhandelspreise liegen 5,9 Prozent über Vorjahr

Die Entspannung ist nur auf den ersten Blick eine. Im Mai sind die Großhandelspreise zwar gegenüber dem Vormonat gesunken. Verglichen mit dem Vorjahr aber bleibt der Preisdruck deutlich. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen die Großhandelsverkaufspreise im Mai 2026 um 5,9 Prozent höher als im Mai 2025.

Damit schwächte sich der Anstieg im Jahresvergleich etwas ab. Im April hatte die Rate noch bei 6,3 Prozent gelegen, im März bei 4,1 Prozent. Ausschlaggebend für das Plus im Mai waren nach Angaben der Behörde die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten. In deren Folge verteuerten sich vor allem Energieprodukte und Rohstoffe im Großhandel.

Für Unternehmen sind solche Preisbewegungen ein wichtiger Hinweis auf die Kostenentwicklung. Der Großhandel steht zwischen Produzenten, Importeuren und Abnehmern. Wenn dort Rohstoffe und Energie teurer werden, kann das später auch andere Wirtschaftsstufen belasten. Ob und in welchem Umfang höhere Kosten weitergegeben werden, hängt jedoch von Branche, Nachfrage und Wettbewerb ab.

Im Vergleich zum April sanken die Großhandelspreise im Mai um 0,6 Prozent. Das Statistische Bundesamt nennt dafür vor allem die Reduzierung des Energiesteuersatzes bei Mineralölerzeugnissen. Der monatliche Rückgang steht damit nicht im Widerspruch zum deutlichen Jahresplus, sondern zeigt, wie unterschiedlich die Preisentwicklung je nach Vergleichszeitraum ausfällt.

Die Zahlen ergeben daher ein gemischtes Bild: kurzfristig etwas Entlastung, im Jahresvergleich aber weiter deutlich höhere Preise. Wie stark dieser Druck anhält, dürfte vor allem von der Entwicklung bei Energie und Rohstoffen abhängen.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes; redaktionell bearbeitet.

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