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Grüne fordern kühle Räume für heiße Tage

Wenn die Wohnung aufgeheizt ist, bleibt oft nur der Gang nach draußen. Doch auch dort ist es an Hitzetagen in der Innenstadt nicht unbedingt kühler. Die Grüne Stadtratsfraktion will deshalb, dass Ingolstadt mehr öffentlich zugängliche, klimatisierte Räume für die Sommermonate ausweist.

In einem Antrag fordert die Fraktion, geeignete Orte zu suchen und auf ihre Praxistauglichkeit zu prüfen. Sie sollen ohne Kaufzwang nutzbar sein, Sitzgelegenheiten bieten, Zugang zu Trinkwasser ermöglichen und Toiletten in der Nähe haben. Gedacht sind solche Räume vor allem für die heißesten Stunden am Nachmittag und frühen Abend.

Die Stadt weist in ihrem Sommerangebot bereits sogenannte „Kühle Orte“ aus. Aus Sicht der Grünen reicht das aber nicht. Kirchen könnten zwar bei einem Stadtbummel eine kurze Pause ermöglichen, seien aber nicht dafür gedacht, sich dort mehrere Stunden aufzuhalten. Gerade in dicht bebauten Vierteln und in der Innenstadt verschärfe sich die Lage, weil versiegelte Flächen Wärme speichern und schattiges Grün vielerorts fehlt.

Besonders belastet seien ältere Menschen, Schwangere, Kleinkinder und Menschen mit gesundheitlichen Problemen. Der Antrag zielt aber weiter: Auch wer in einer stark aufgeheizten Wohnung lebt, keinen Garten hat und sich nicht in Geschäfte oder Cafés zurückziehen kann oder will, soll an heißen Tagen eine Alternative haben.

Als ersten Schritt schlagen die Grünen die Stadtteiltreffs vor. Dort gebe es bereits öffentlich zugängliche Räume mit Aufenthaltsqualität, allerdings müssten sie für Hitzeperioden besser ausgestattet werden. Genannt werden Verdunkelung, Sonnenschutzfolien, mobile Kühlgeräte oder Klimaanlagen. Auch längere oder angepasste Öffnungszeiten könnten nötig sein.

Zusätzlich bringt die Fraktion leerstehende Läden in der Innenstadt ins Spiel. Sie könnten im Sommer zeitweise als „Coole Zonen“ genutzt werden, sofern sie geeignet sind. Solche Räume wären aus Sicht der Grünen eine kurzfristige Ergänzung zu langfristigen Maßnahmen wie mehr Begrünung, Entsiegelung und zusätzlichen Bäumen. Denn bis diese wirken, werden weitere heiße Sommer nicht warten.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Pressemitteilung der Grünen Stadtratsfraktion Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.

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