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Die Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN zeigt sich verwundert über Äußerungen der Ärzte Siegfried Jedamzik und Anton Böhm zum angeblichen „Ansturm“ auf die GOIN- und die IN-Akut-Praxis sowie über den Ruf nach kommunalpolitischen Konsequenzen.
Nach Darstellung der Fraktion kreisen die aktuellen Diskussionen erneut um eine behauptete Überlastung der Notaufnahmen in der Region. An und über die Feiertage seien die Notaufnahmen der Krankenhäuser laut einem Bericht des Klinikums jedoch nicht übermäßig belastet gewesen. Stattdessen hätten Bürgerinnen und Bürger die vorgesehenen ambulanten Notfallpraxen aufgesucht. Dort würden leichte, nicht zeitkritische Fälle behandelt.
Die Berichte der beiden Ärzte legten aus Sicht der Grünen nahe, dass Patientinnen und Patienten wieder verstärkt die Notaufnahmen der Krankenhäuser nutzen sollten, um die Praxen zu entlasten. Das kritisiert die Fraktion. Ein solcher Schritt gefährde nach ihrer Auffassung das Klinikum, dessen Personal sowie die Patientinnen und Patienten.
Die ambulanten Notfallpraxen seien eingerichtet worden, um die Notaufnahmen zu entlasten und Kapazitäten für lebensbedrohliche Notfälle bereitzuhalten. Nach Darstellung der Fraktion habe dieses System an Weihnachten funktioniert.
Zwischen Weihnachten und Silvester seien viele Praxen im Urlaub gewesen, häufig ohne vorgeschriebene Vertretung. Auch deshalb seien die Notfallpraxen stärker ausgelastet gewesen. Die Verantwortung für die geschilderten Probleme sieht die Fraktion nicht bei Klinikum oder Kommunalpolitik, sondern bei der Kassenärztliche Vereinigung und den niedergelassenen Praxen.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.
