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Home-Office – Stadtrat Böhm hat recht

Home-Office – Stadtrat Böhm hat recht

Kommentar

von Thomas Thöne

Hausarzt und Stadtrat Anton Böhm (SPD) setzt sich vehement dafür ein, dass in Unternehmen, wo immer dies möglich ist, Home-Office angeboten wird. Für Böhm ein wichtiger Beitrag die steigenden Corona-Infektionen in den Griff zu bekommen. Aus diesem Grund hat sich Böhm auch in einem Schreiben an den Ingolstädter Oberbürgermeister Christian Scharpf dafür ausgesprochen, dass bei der Stadt und deren Beteiligungsgesellschaften großzügig Home-Office-Lösungen angeboten werden, wo dies im Betriebsablauf möglich ist.

Ganz falsch kann Böhm mit seiner Empfehlung und Forderung nicht liegen, immerhin hat das Land Belgien gesetzlich geregelt, dass in der Corona-Pandemie, die dort langsam außer Kontrolle gerät, Home-Office, wo immer möglich, eingerichtet werden muss. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat erst heute in einem Interview auf die Dringlichkeit und Notwendigkeit von Home-Office hingewiesen.

Immer wieder ist zu festzustellen, dass es noch Unternehmensverantwortliche und Vorgesetzte gibt, die Vorbehalte gegen großzügige Home-Office-Lösungen haben. Wenn dies bei der Stadt Ingolstadt oder deren Tochtergesellschaften auch der Fall sein sollte, ist es Aufgabe des Oberbürgermeisters und der jeweiligen Verwaltungs- oder Aufsichtsräte Akzeptanz durchzusetzen und auf großzügige Home-Office-Lösungen hinzuwirken. In der aktuellen Situation der Covid-19-Pandemie ist ein Umdenken nötig.

Das Home-Office nicht überall machbar ist, sei es im Verkauf, bei der Müllabfuhr oder in der stationären Versorgung von kranken oder älteren Menschen, ist dem erfahrenen Betriebsmediziner Böhm sehr wohl bekannt. Hierzu bedarf es in Richtung Böhm weder Hinweise noch Maßregelungen. Böhm hat recht, jeder Beschäftigte, der zur Zeit, bei der hohen Anzahl an Covid-19-Infektionen nicht ins Unternehmen kommen muss, senkt für andere Mitarbeitende im Unternehmen das Infektionsrisiko.

Wer in der Diskussion meint, auf bestehende Hygienekonzepte von Unternehmen hinweisen zu müssen, der sollte auch bitte einmal deren Einhaltung überprüfen. Da kann man manchmal nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, bei der Ignoranz und der Vielzahl an Verstößen, die einem täglich begegnen.

Kein Argument ist die oft gehörte Aussage, dass andere Mitarbeitende ja schließlich auch ins Unternehmen kommen müssen, da der Arbeitsplatz nicht für Home-Office geeignet ist. Wer es immer noch nicht begriffen hat, in Ingolstadt ist die Corona-Ampel dunkelrot, diese steht also auf der höchsten Warnstufe. Die 7-Tages-Inzidenz in Ingolstadt liegt heute bei 104,08.

Nun heißt es handeln und nicht die eigenen Befindlichkeiten und Vorbehalte weiter pflegen, auch nicht beim Thema Home-Office.

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