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Immer mehr Rentner brauchen Grundsicherung

Die Zahl der Menschen, die im Alter auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, steigt weiter. Neue Zahlen zeigen eine Entwicklung, die sich seit Jahren abzeichnet. Ende 2025 bezogen rund 1,28 Millionen Menschen in Deutschland Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Das waren etwa 23.000 oder 1,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Besonders deutlich fällt der Anstieg bei älteren Menschen aus. Rund 764.000 Personen hatten die gesetzliche Altersgrenze erreicht oder überschritten und erhielten Grundsicherung im Alter. Ihre Zahl stieg innerhalb eines Jahres um 3,4 Prozent und erreichte damit einen neuen Höchststand.

Anspruch auf die Leistung haben Menschen, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen decken können. Dazu zählen ältere Personen nach Erreichen der Altersgrenze ebenso wie Erwachsene mit dauerhafter voller Erwerbsminderung.

Die zweite Gruppe entwickelt sich hingegen rückläufig. Rund 520.000 Menschen unterhalb der Altersgrenze erhielten Ende 2025 Grundsicherung wegen Erwerbsminderung. Das entspricht einem leichten Rückgang um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ist der niedrigste Stand seit Dezember 2018. Die Altersgrenze für den Bezug der Grundsicherung wird seit Jahren schrittweise angehoben. Ende 2025 lag sie bei 66 Jahren und zwei Monaten.

Die Zahlen unterstreichen eine Entwicklung, die als Hinweis auf zunehmende Altersarmut gewertet wird.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes; redaktionell bearbeitet.

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