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Industrie wird zum Dienstleister

Industrieunternehmen in Deutschland erzielen einen wachsenden Teil ihrer Umsätze mit Dienstleistungen. Das geht aus einer aktuellen Studie des ifo Institut hervor. Im Jahr 2024 setzten Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes schätzungsweise 166 Milliarden Euro mit produktbegleitenden Leistungen wie Beratung, Montage oder Wartung um. Damit lag dieser Wert über dem Umsatz des gesamten Gastgewerbes.

Besonders stark ist der Dienstleistungsanteil im Maschinenbau. Dort machten produktbegleitende Angebote 13,2 Prozent des Umsatzes aus. Es folgen der Fahrzeugbau mit 7,3 Prozent und die Elektroindustrie mit 6,8 Prozent. In der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie im Textil- und Bekleidungsgewerbe spielen solche Leistungen weiterhin eine untergeordnete Rolle.

Insgesamt ist der Umsatzanteil produktbegleitender Dienstleistungen in den vergangenen zehn Jahren in allen Industriezweigen gestiegen. Zudem zeigt sich ein Zusammenhang mit der Innovationsaktivität der Unternehmen. Betriebe mit eigener Forschung und Entwicklung erzielten im Durchschnitt einen Dienstleistungsanteil von 7,8 Prozent. Setzten sie zusätzlich Künstliche Intelligenz ein, lag der Anteil bei 8,6 Prozent.

Die Studie basiert auf einer Sonderfrage in den ifo-Konjunkturumfragen vom Juli 2025. Befragt wurden 1.680 Unternehmen, die als repräsentativ für das Verarbeitende Gewerbe gelten. Erhoben wurde die Aufteilung der Umsätze des Jahres 2024 nach Warenverkauf, produktbegleitenden Dienstleistungen und sonstigen Tätigkeiten. In der amtlichen Statistik werden solche Dienstleistungen bislang nicht gesondert ausgewiesen.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des ifo Instituts; redaktionell bearbeitet.

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