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Der Regen dauerte nicht lange. Doch was am gestrigen Montagabend über Ingolstadt niederging, beschäftigte die Einsatzkräfte bis in die frühen Morgenstunden. Wie bereits berichtet, traf eine lokal begrenzte, heftige Unwetterzelle das Stadtgebiet. Kurz darauf liefen zahlreiche Notrufe bei der Integrierten Leitstelle der Region Ingolstadt auf.
Nun liegt die Abschlussbilanz der Ingolstädter Feuerwehr vor: Zwischen 17.30 Uhr und 6 Uhr wurden rund 100 unwetterbedingte Einsätze abgearbeitet. Die Schwerpunkte lagen bei vollgelaufenen Kellern und Gebäuden, überfluteten Straßen, umgestürzten Bäumen und weiteren Sturmschäden. Gleichzeitig mussten die Einsatzkräfte weitere dringende Lagen bewältigen, darunter ausgelöste Brandmeldeanlagen, Wohnungsöffnungen, eine Brandnachschau und einen Verkehrsunfall.
Insgesamt waren rund 210 Einsatzkräfte unterwegs. Sämtliche Fahrzeuge der Feuerwehr Ingolstadt waren im Einsatz. Unterstützung kam vom Technischen Hilfswerk sowie von Freiwilligen Feuerwehren aus Kösching, Wettstetten, Gaimersheim, Lenting, Manching und Oberstimm. Abgesehen von der Berufsfeuerwehr wurde die Lage damit von Ehrenamtlichen bewältigt.
In der Abschlussbilanz taucht auch der bereits berichtete Einsatz in der Von-der-Tann-Straße wieder auf. Dort war zunächst gemeldet worden, ein Pkw stehe etwa einen Meter tief im Wasser, eine Person könne das Fahrzeug nicht mehr selbstständig verlassen. Vor Ort bestätigte sich die Lage nicht in diesem Umfang. Der Einsatz endete ohne Personenschaden.
Wie außergewöhnlich der Regen war, zeigen die Messwerte der Ingolstädter Kommunalbetriebe. Auf dem Betriebsgelände in der Hindemithstraße, nahe am Zentrum des Regenereignisses, wurden am späten Nachmittag 33,3 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer halben Stunde gemessen. Die INKB ordnen dies als Ereignis mit einer statistischen Wiederkehrwahrscheinlichkeit von 50 Jahren ein.
Nach Angaben der Kommunalbetriebe floss der Regen überwiegend oberflächlich ab. In Einzelfällen könne es dennoch zu Rückstau aus dem Kanal gekommen sein, wenn Abwasser über ungesicherte Kelleranschlüsse in Gebäude gedrückt wurde. Betroffene können sich telefonisch unter 0841/305-3666 oder per Mail an entwässerung@in-kb.de bei den INKB melden.
Die Bilanz zeigt, wie schnell aus einem kurzen Starkregen eine lange Einsatzlage wird. Für viele Einsatzkräfte endete der Montag nicht am Abend, sondern erst am nächsten Morgen – nach Stunden im Einsatz, zusätzlich zu Beruf, Familie und Alltag.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des Amts für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Ingolstadt sowie ergänzenden Informationen der Ingolstädter Kommunalbetriebe; redaktionell bearbeitet.