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Ingolstadt: 171 000 Einwohner bis 2044?

Ingolstadt stellt sich auf weiteres Wachstum ein – trotz spürbarer demografischer Veränderungen. Das städtische Sachgebiet Statistik und Stadtforschung hat vier Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung bis 2044 vorgelegt. Grundlage sind Registerdaten sowie Annahmen zu Geburten, Sterbefällen und Wanderungsbewegungen.

In der Variante mit einem jährlichen Wanderungssaldo von 750 Personen steigt die Einwohnerzahl von derzeit 145.444 auf rund 160.000. Bei stärkerer Zuwanderung wären bis zu 171.000 Menschen möglich. Das Wachstum beruht fast vollständig auf Migration; der natürliche Saldo bleibt gering.

Die kleinräumige Betrachtung zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Bezirken. Nordost dürfte mit einem Plus von 18,2 Prozent am stärksten zulegen. Nordwest wächst nach aktuellem Modell um 3.259 Personen, die Mitte um 2.391. Bezirke mit geringer Bautätigkeit wie West und Etting verlieren dagegen moderat an Bevölkerung. Ausschlaggebend sind Altersstruktur und verfügbare Bauflächen.

Parallel dazu altert die Stadt. Die Zahl der über 65-Jährigen nimmt um 22,9 Prozent zu und steigt auf mehr als 32.800 Personen. Besonders dynamisch entwickeln sich die Gruppen der 75- bis unter 85-Jährigen und der Hochaltrigen. Das Durchschnittsalter rückt auf 42,6 Jahre. Der Altenquotient steigt von 29,5 auf 33,9; der Jugendquotient bleibt nahezu stabil. Damit wächst die Zahl der nicht erwerbsfähigen Menschen pro 100 Personen im Erwerbsalter von 60,5 auf 65.

Für Planung und Infrastruktur sind die Ergebnisse zentral. Sie deuten auf veränderte Bedarfe in Kita- und Schullandschaft, im Wohnungsmarkt und in der Pflege hin. Das Statistikteam verweist jedoch auf mögliche Abweichungen, etwa durch unvorhersehbare globale Entwicklungen. Vorausberechnungen müssten daher regelmäßig aktualisiert und offengelegt werden.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der Stadt Ingolstadt.

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