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Ingolstadt: 8000 Unterschriften gegen Sozialkürzungen

8000 Unterschriften, übergeben bei einem politischen Gespräch: Die IG Metall Ingolstadt will den Widerstand gegen mögliche Einschnitte im Sozialstaat sichtbar machen. Empfänger der Listen war der Bundestagsabgeordnete Reinhard Brandl.

Bei dem Treffen ging es zugleich um die Zukunft des Industriestandorts Deutschland. Die Gewerkschaft fordert eine aktive Industriepolitik, Investitionen in neue Technologien und Infrastruktur, mehr Qualifizierung sowie die Sicherung von Arbeitsplätzen. Sozialleistungen zu kürzen, sei dagegen der falsche Weg, sagte Carlos Gil, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ingolstadt.

Brandl hob nach Angaben der Gewerkschaft die Bedeutung der Automobilindustrie hervor. Sie sei für den Wohlstand in Deutschland und in der Region von zentraler Bedeutung und könne kurzfristig nicht durch andere Branchen ersetzt werden. Zugleich seien bei dem Gespräch unterschiedliche Einschätzungen zu den derzeit diskutierten politischen Vorhaben deutlich geworden.

Karola Frank, Vorsitzende des IG-Metall-Vertrauenskörpers bei Audi in Ingolstadt, berichtete von einer angespannten Stimmung in der Belegschaft. Der Unmut richte sich sowohl gegen die Konzernleitung als auch gegen die Bundesregierung. Dies zeige sich auch in Gesprächen, die derzeit zur Vorbereitung der anstehenden Tarifbewegung geführt würden.

Die IG Metall versteht die Zahl der Unterschriften als politisches Signal. Nach ihrer Darstellung erwarten die Unterzeichner Antworten auf die wirtschaftlichen und industriellen Probleme, ohne dass dafür soziale Sicherungssysteme geschwächt werden.

Welche konkreten Kürzungsvorhaben gemeint sind, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Ebenso bleibt offen, in welchem Zeitraum und in welchem Rahmen die Unterschriften gesammelt wurden.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der IG Metall Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.

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