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Ingolstadt: AfD stärkste Kraft im Bezirksausschuss Nordwest

In den Ingolstädter Bezirksausschüssen verschieben sich aufgrund der Ergebnisse der jüngsten Kommunalwahl die Kräfte. Die CSU bleibt stadtweit klar stärkste Partei, doch in einem Stadtbezirk liegt nun die AfD vorne.

Im Bezirk Nordwest erreicht die AfD fünf Sitze und ist damit dort stärkste Kraft. Die CSU kommt auf vier Mandate. Grüne und SPD erhalten jeweils zwei Sitze, Freie Wähler, UWG und Die Linke jeweils einen. ÖDP und FDP sind in diesem Bezirksausschuss nicht vertreten.

Es ist die auffälligste Veränderung in der neuen Sitzverteilung der Bezirksausschüsse. In allen übrigen elf Stadtbezirken bleibt die CSU an erster Stelle. Stadtweit baut sie ihre Position sogar aus: Nach der neuen Übersicht entfallen 53 der insgesamt 179 Sitze auf die CSU. Vor sechs Jahren waren es 48.

Deutlich stärker vertreten ist künftig auch die AfD. Sie kommt in den zwölf Bezirksausschüssen zusammen auf 32 Sitze. Bei der Kommunalwahl 2020 waren es 14. Damit gewinnt sie 18 Mandate hinzu. Neben dem Nordwesten erreicht sie in Nordost, Südost, Oberhaunstadt, Mailing und Friedrichshofen-Hollerstauden jeweils drei Sitze. In den übrigen Bezirken kommt sie jeweils auf zwei Mandate.

Die SPD verliert stadtweit an Sitzen. Sie kommt nun auf 25 Mandate, nach 31 im Jahr 2020. Ihr stärkstes Ergebnis erreicht sie im Bezirk Nordost mit drei Sitzen. In allen anderen Bezirken ist sie mit jeweils zwei Mandaten vertreten.

Auch die Grünen büßen ein, allerdings weniger stark. Sie kommen stadtweit auf 22 Sitze, zwei weniger als 2020. In Mitte erreichen sie mit drei Mandaten ihr bestes Ergebnis. In mehreren Bezirken stellen sie zwei Sitze, in West, Oberhaunstadt und Mailing jeweils einen.

Zulegen können die Freien Wähler, wenn auch nur leicht. Sie kommen nun auf 14 Sitze, nach 13 vor sechs Jahren. Die FDP steigt von vier auf neun Mandate. Die Linke verbessert sich von acht auf elf Sitze. Die ÖDP fällt dagegen von neun auf fünf Mandate. Die UWG ist in der neuen Übersicht mit acht Sitzen aufgeführt.

Die Veränderungen zeigen sich je nach Stadtbezirk unterschiedlich. In Mitte stellt die CSU vier von 16 Sitzen, die Grünen kommen auf drei, AfD und SPD jeweils auf zwei. In Nordost, Südost, West, Oberhaunstadt und Mailing liegt die CSU jeweils mit fünf Sitzen vorn. In Südwest, Süd, Friedrichshofen-Hollerstauden und an der Münchener Straße führt sie jeweils mit vier Mandaten.

Die Zahl der Sitze in den Bezirksausschüssen hat sich insgesamt nur leicht verändert. 2020 waren es 178 Mandate, nun sind es 179. Der zusätzliche Sitz entfällt auf den Bezirk Mitte, der künftig 16 statt bisher 15 Mitglieder hat. Die Einwohnerzahl in der städtischen Übersicht steigt von 138.716 im Jahr 2020 auf 145.031 im Jahr 2026.

Die Bezirksausschüsse sind keine Parlamente wie der Stadtrat, sie haben aber politisches Gewicht in den Stadtteilen. Sie beraten über lokale Fragen, begleiten Planungen und geben Empfehlungen an Stadtrat und Verwaltung weiter. Deshalb ist die neue Zusammensetzung mehr als eine Rechenaufgabe. Sie zeigt, welche politischen Kräfte künftig in den Stadtteilen stärker mitreden.

Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung.

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