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Ein Bürgerfest klingt nach Musik, Ständen und Begegnung. In der Vorbereitung geht es aber zuerst um weniger festliche Dinge: Genehmigungen, Auflagen, Sicherheitskonzepte, Rettungswege. Genau daran entscheidet sich nun, ob das private Bürgerfest „Von Bürgern für Bürger“ in der Ingolstädter Altstadt tatsächlich stattfinden kann.
Der ursprünglich für Mitte Juli geplante Termin ist abgesagt. Nach Angaben der Organisatoren Karl Ettinger und Oliver Munz soll das Fest nun am 18. und 19. September 2026 stattfinden. Die Entscheidung sei nach einer gemeinsamen Bewertung des Planungsstands mit der Stadt gefallen.
Für viele dürfte die Verschiebung überraschend kommen. Nach außen war der Juli-Termin vorgesehen. Zugleich war das Bürgerfest dem Vernehmen nach am Mittwoch Thema in der gestrigen nichtöffentlichen Stadtratssitzung. In den weiteren Abstimmungen zwischen Organisatoren, Stadtverwaltung und Sicherheitsbehörden zeigte sich offenbar, dass der bisherige Vorlauf nicht ausreicht.
Die Stadt formuliert zurückhaltender als die Organisatoren. Sie spricht von einem späteren Termin, der angestrebt werde, und verweist auf gesetzliche Vorgaben sowie Sicherheitsstandards, wie sie auch bei früheren Bürgerfesten und vergleichbaren Veranstaltungen gelten. Das ist mehr als Verwaltungssprache. Für ein Fest dieser Größenordnung müssen Verantwortlichkeiten, Sicherheitskonzept, Besucherlenkung und Abläufe belastbar geklärt sein.
Hinzu kommt die besondere Rolle der Veranstalter. Treten Privatpersonen im Genehmigungsverfahren als Verantwortliche auf, ist das keine bloße Formalie. Sie sind Ansprechpartner der Behörden und müssen die Einhaltung möglicher Auflagen organisatorisch absichern. Kommt es bei einer Veranstaltung zu Schäden und werden Pflichten verletzt, können daraus Haftungsfragen entstehen. Je nach rechtlicher Konstruktion, Vertragslage und Versicherungsschutz kann das auch persönlich finanziell relevant werden.
Die private Initiative für das Fest war entstanden, nachdem der Stadtrat 2025 beschlossen hatte, das Ingolstädter Bürgerfest wieder im zweijährigen Turnus stattfinden zu lassen. Daraufhin griffen Ettinger und Munz die Idee auf und wollten bereits in diesem Jahr ein Fest für Familien, Vereine, Künstler, Gastronomie und Besucher ausrichten.
Die Verschiebung ist deshalb kein bloßer Terminwechsel. Sie zeigt, wie hoch die Anforderungen an ein Innenstadtfest inzwischen sind. Ob der neue Termin im September trägt, wird davon abhängen, ob Sicherheitskonzept, Genehmigungslage und Verantwortlichkeiten bis dahin belastbar geklärt sind.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Organisatoren des Bürgerfests „Von Bürgern für Bürger“ sowie der Stadt Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.