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Ingolstadt: Die LINKE zum „Fall Werner“

„Fall Werner“ – so stand es nicht in der Pressemitteilung selbst, sondern nur in der Begleitmail, mit der ein Vorstandsmitglied der LINKEN Ingolstadt den Text an O-T(h)öne schickte. Gemeint ist: ein Wechsel auf Platz 16 der Stadtratsliste der LINKEN von Platz 7 der SPD.

In die Bresche

In einer Pressemeldung „begrüßt der Kreisverband DIE LINKE. Region Ingolstadt die Entscheidung von Achim Werner, für die kommende Kommunalwahl nicht mehr auf der Liste der SPD zu kandidieren.“ Nach über fünf Jahrzehnten SPD-Mitgliedschaft setze Werner damit „ein klares Zeichen gegen die aktuelle Bundespolitik der Partei, in die er einst eintrat“. Große Geste, kleiner Listenplatz.

Insiderwissen

Dass Werner einfach nur beleidigt sei, weil er bei den Sozis nicht weit genug vorn landete – das lässt die LINKE nicht gelten: „Bereits vor seiner endgültigen Entscheidung war Achim Werner bekannt, dass er auf unserer Liste den Platz 16 erhalten würde. Das verdeutlicht in unseren Augen, dass es ihm bei diesem Schritt nicht um eine bequeme Rückkehr in den Stadtrat ging, sondern um eine Politik, die konsequent alle Menschen in den Blick nimmt. Ob er trotz Platz 16 wieder in den Stadtrat einzieht, entscheiden die Wählerinnen und Wähler am 8. März.“ So klingt es, als hätte die Linke bei der SPD-Listenaufstellung im Hinterzimmer mitgehört.

Freude & Abgrenzung

„Der Kreisverband freue sich sehr, mit Achim Werner einen Mitstreiter gewonnen zu haben, der das Wohl der Bürgerinnen und Bürger an erste Stelle setzt, die Kritik an der SPD-Bundespolitik teilt DIE LINKE natürlich ausdrücklich.“

Nicht über Nacht

„Nach jahrzehntelanger Parteizugehörigkeit einen Wechsel zu vollziehen, ist kein einfacher Schritt und sicherlich nichts, was man über Nacht entscheidet“, verteidigt LINKEN-Listenplatz zwei, Malik Diao den Genossen Werner.

Solidarität statt Sitze

„Achim will das gleiche, wie alle anderen Kandidierenden auf unserer Liste: Ein Ingolstadt, das für alle seine Bürger:innen da ist und einen Stadtrat, der seine Stadtgesellschaft nicht nur vertritt, sondern auch repräsentiert!“, versichert Spitzenkandidatin Caroline Klapper.

Und Werner? Der kann sich freuen: Auf Platz 16 bei den LINKEN bekommt er mehr Solidarität zugesprochen als auf Platz 7 bei der SPD. Mit Solidarität allein zieht man zwar nicht in den Stadtrat ein – aber sie wärmt immerhin.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der LINKEN Ingolstadt.

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