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Ingolstadt: Fälscherwerkstatt ausgehoben

Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat eine bundesweit operierende Fälscherwerkstatt in Wuppertal zerschlagen. Fünf Personen wurden festgenommen, drei Männer aus Ingolstadt bereits 2025 rechtskräftig verurteilt. Zwei weitere Verdächtige aus Nordrhein-Westfalen sitzen seit Oktober in Untersuchungshaft.

Auslöser der Ermittlungen waren im Herbst 2024 mehrfach aufgetauchte 50-Euro-Falsifikate in der Region Ingolstadt. Die Scheine wiesen nach Einschätzung der Ermittler eine ungewöhnlich hohe Qualität auf. Die Spur führte zu vier jungen Männern, die über den Messenger-Dienst Telegram größere Mengen gefälschter Noten bestellt und in mehreren bayerischen Städten ausgegeben haben sollen. Mehr als 30 Fälle konnten ihnen nachgewiesen werden; drei der Männer wurden wegen banden- und gewerbsmäßiger Geldfälschung verurteilt.

Bei der Auswertung sichergestellter Daten gerieten später ein 32-jähriger Mann aus Wuppertal und seine 40-jährige Lebensgefährtin in den Fokus. Nach Auffassung der Ermittler betrieb der Mann die Herstellung der Falsifikate und organisierte deren Vertrieb.

Bereits am 20. Oktober dieses Jahres griffen Ermittler aus Bayern und Nordrhein-Westfalen zu. Bei der Festnahme des Hauptverdächtigen stellten sie 333 gefälschte 50-Euro-Scheine sicher, teils noch ungeschnitten. Gleichzeitig durchsuchten Beamte seine Wohnung und fanden eine professionell eingerichtete Druckerwerkstatt vor, in der mehrere Geräte noch liefen. Insgesamt beschlagnahmten sie 13 Drucker, Falsifikate im Wert von rund 100.000 Euro sowie mehrere digitale Wallets. Fahrzeuge und Wertgegenstände des Verdächtigen wurden im Rahmen eines Vermögensarrests gesichert. Die Ermittlungen dauern an.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der Polizei.

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