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Ein 49-jähriger türkischer Staatsangehöriger steht in Ingolstadt unter dem Verdacht des Totschlags. Der Mann soll, wie berichtet, am vergangenen Freitag, seine 45-jährige frühere Ehefrau getötet haben, also einen Femizid. Unter diesem Begriff ist die Tötung einer Frau aufgrund ihres Geschlechts zu verstehen – meist im Kontext von Macht- und Abhängigkeitsverhältnissen, häufig in (Ex-)Partnerschaften.
Der Haftbefehl wurde dem Beschuldigten am Sonntag im Klinikum Ingolstadt eröffnet. Er wird dort weiterhin medizinisch behandelt und bewacht; sein Zustand ist stabil. Zu Motiv und Ablauf der Tat machen die Ermittler bislang keine Angaben.
Gegen die beiden Söhne des Beschuldigten und der Geschädigten läuft ein getrenntes Verfahren. Sie sollen den 49-Jährigen nach dem Geschehen körperlich angegriffen haben. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob es sich dabei um Nothilfe gehandelt hat.
Seit der Trennung des Ehepaars im Jahr 2024 kam es mehrfach zu polizeilichen Maßnahmen. Laut Polizei liefen Verfahren wegen Bedrohung, Beleidigung, Nötigung, Körperverletzung und Verstößen gegen das Gewaltschutzgesetz gegen den Mann. Im Oktober 2025 verurteilte ihn das Amtsgericht Ingolstadt zu einer einjährigen Bewährungsstrafe. Am 30. Oktober erließ das Familiengericht zudem ein erneutes Kontaktverbot.
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter 0841-9343-0 entgegen. Fotos und Videos können über das Upload-Portal der Polizei eingereicht werden: https://medienupload-portal01.polizei.bayern.de
Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der Polizei.
