Werden Sie Unterstützer:in von O-T(h)öne
Machen Sie mit bei „Die Berichterstattung von O-T(h)öne ist mir etwas wert“. Ihre Mithilfe trägt dazu bei, dieses Angebot fortzuführen.


Die Verkehrssicherheit in Ingolstadt hat sich verschlechtert. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei 5.043 Verkehrsunfälle – ein Anstieg um 6,19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch bei Unfällen mit Verletzten zeigt sich ein klarer Trend nach oben. 805 Unfälle mit Personenschaden wurden erfasst, 6,62 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt wurden 955 Menschen verletzt, ein Plus von 4,7 Prozent. Darunter waren 93 Schwerverletzte (+2,2 Prozent) und 863 Leichtverletzte (+5,11 Prozent).
Nach einem Jahr ohne tödliche Unfälle kamen 2025 wieder drei Menschen ums Leben. In einem Fall spielte deutlich überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle. Zwei weitere Personen verunglückten ohne Beteiligung anderer – vermutlich infolge plötzlich auftretender gesundheitlicher Probleme.
Besonders stark fällt der Anstieg bei Zweirädern aus. Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern stieg um 8,67 Prozent, bei E-Scootern um 19,11 Prozent. Noch deutlicher ist der Zuwachs bei motorisierten Zweirädern ab 50 ccm mit 32,65 Prozent. Im Radverkehr wurde zudem häufiger Alkohol als Unfallfaktor festgestellt (+18,75 Prozent).
Zu den häufigsten Ursachen zählen weiterhin zu geringer Sicherheitsabstand (35,2 Prozent), Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren (18,3 Prozent) sowie Vorfahrtverstöße (16,3 Prozent). Als zentrales Problem gilt mangelnde Aufmerksamkeit im Straßenverkehr.
Eine positive Entwicklung zeigt sich am Audi-Ring. Nach Einführung eines Tempolimits von 30 km/h im Dezember 2024 sank die Zahl der Unfälle im Vergleichszeitraum von 87 auf 53 Fälle – ein Rückgang um 39,08 Prozent. Auch die Zahl der Unfälle mit Verletzten ging um 36 Prozent zurück.
Die Polizei reagiert auf die Entwicklung mit verstärkten Kontrollen, vor allem im Rad- und E-Scooter-Verkehr. Im Fokus stehen dabei Alkoholverstöße, Fahren entgegen der Fahrtrichtung, Rotlichtverstöße sowie die Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt. Auch präventive Gespräche sollen zu mehr Regelbewusstsein beitragen.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Stadt Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.