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Ingolstadt: Parken soll teurer werden

Wer in den Parkhäusern, Tiefgaragen und Parkplätzen der IFG, der städtischen Tochter für Wirtschaftsförderung, parkt, soll ab September mehr zahlen. Der IFG-Verwaltungsrat entscheidet am 8. Juni über neue Tarife. Betroffen sind Kurzparker und Dauerparker – allerdings nicht an allen Standorten. Auch der Umzug des Stadttheaters wirkt sich aus: Am Hallenbad soll eine neue Pauschale eingeführt werden.

Nach der Sitzungsvorlage sollen die Kurzparktarife in fast allen Parkeinrichtungen im Schnitt um zwölf Prozent steigen. Ausgenommen bleiben die Parkhäuser Nordbahnhof, Hauptbahnhof West und Hauptbahnhof Ost. Dort gelten noch befristete Förderauflagen des Freistaats Bayern.

Die IFG bewirtschaftet derzeit 15 Parkeinrichtungen mit mehr als 7000 Stellplätzen. Begründet wird die Erhöhung mit gestiegenen Kosten für Personal, Energie und Ersatzteile. Auch die vom Stadtrat beschlossene höhere Grundsteuer wird eingerechnet. Die letzte Erhöhung für die beschrankten IFG-Parkeinrichtungen gab es zum 1. September 2023. Trotz der neuen Tarife werde das Parken in Ingolstadt weiterhin nicht kostendeckend sein.

Für Kurzparker heißt das etwa: In mehreren innerstädtischen Tiefgaragen steigt die Gebühr für die erste Stunde von 2,20 auf 2,50 Euro, der Tagespreis von 13 auf 14,50 Euro. In der Tiefgarage Reduit Tilly soll die erste Stunde künftig 2,30 Euro kosten, der Tagespreis fünf Euro.

Der Umzug des Stadttheaters an die Jahnstraße verändert die Nachfrage. Weil die IFG mit weniger Auslastung in der Tiefgarage Theater rechnet, soll am Parkplatz Hallenbad eine Abend- sowie eine Sonn- und Feiertagspauschale eingeführt werden. Sie soll jeweils zwei Euro betragen. Der Festplatz bleibt dagegen abends von 18 bis 7 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen kostenfrei.

Auch Dauerparker sollen an mehreren Standorten mehr zahlen. In den Tiefgaragen Theater West und Ost, Münster, Reduit Tilly, Schloss und Zeughaus sowie auf den Parkplätzen Hallenbad und Festplatz sollen die Monatstarife im Schnitt ebenfalls um zwölf Prozent steigen. Unverändert bleiben die Dauerparktarife in der Tiefgarage Congress sowie im Parkhaus Arena und in der Tiefgarage FOS/BOS. Bei den beiden 2025 eröffneten Anlagen ist die Nachfrage nach Angaben der IFG noch gering.

Bei gleichbleibender Auslastung rechnet die IFG mit Mehreinnahmen von gut 1,3 Millionen Euro im Kurzparkerbereich und rund 200.000 Euro bei Dauerparkern. Die halbe Stunde kostenfreies Parken soll bleiben. Auch das Park-und-Ride-Angebot in der Tiefgarage Reduit Tilly läuft weiter; pro Parkticket können dort bis zu fünf Personen den Bus in die Innenstadt oder zum ZOB nutzen.

Transparenzhinweis eigene Berichterstattung.

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