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Ingolstadt: Schockanruf – 80.000 Euro erbeutet

Ein erfundener Notfall, ein folgenschwerer Anruf: In Ingolstadt haben Betrüger eine Rentnerin um Vermögenswerte im Wert von mindestens 80.000 Euro gebracht. Die Kriminalpolizei ermittelt und bittet um Hinweise.

Am frühen Dienstagnachmittag erhielt die Frau einen Anruf. Darin wurde ihr vorgetäuscht, ihr Sohn habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Um eine Haftstrafe zu verhindern, müsse kurzfristig eine hohe Geldsumme übergeben werden. Gegen 15.15 Uhr kam es zur Übergabe im Bereich Gartenstraße/Neugasse. Die Seniorin übergab Bargeld, Schmuck sowie eine Krügerrandmünze. Der Gesamtwert der Beute beträgt nach Angaben der Ermittler mindestens 80.000 Euro.

Der Abholer wird als etwa 160 bis 165 Zentimeter groß, 25 bis 30 Jahre alt und schlank beschrieben. Er hatte hellbraune Haare mit kurz geschnittenen Seiten und lockigem Haar am Oberkopf sowie einen Vollbart. Bekleidet war er mit einer schwarzen Daunenjacke, schwarzer Hose und weißen Schuhen. Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die im Bereich Gartenstraße/Neugasse verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0841/9343-0 zu melden.

Die Ermittler warnen vor der Betrugsmasche des sogenannten Schockanrufs. Täter setzen ihre Opfer gezielt unter Druck und drängen zu schnellen Entscheidungen. Die Polizei rät, Gespräche in solchen Fällen zu beenden, keine persönlichen oder finanziellen Informationen preiszugeben und niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte zu übergeben. Im Zweifel sollten Betroffene Angehörige unter bekannten Nummern kontaktieren oder selbst den Notruf wählen.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Polizei; redaktionell bearbeitet.

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