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Ingolstadt: Schule statt Kaufhof?

Für den früheren Galeria-Kaufhof werden seit Monaten neue Nutzungen gesucht. Nun bringt die ÖDP-Fraktion eine weitere Möglichkeit ins Gespräch: Das Gebäude könnte auch für schulische Zwecke geprüft werden.

Bisher drehte sich die Debatte um den Gebäudekomplex vor allem um andere Konzepte. Für die Obergeschosse waren unter anderem studentisches Wohnen, Seniorenwohnen, Büros, touristische Nutzungen oder ein Hotel im Gespräch. Dem Stadtrat wurde dazu bereits im Dezember 2025 eine Machbarkeitsstudie mit dem Nachnutzungskonzept „Ludwig29“ vorgestellt.

Die Fraktion verweist auf Beispiele aus anderen Städten. In Lübeck soll 2028 ein Gymnasium in ein früheres Karstadt-Kaufhaus ziehen. In Augsburg wird ein ehemaliges Karstadt-Gebäude als Lösung für die Raumnot eines Gymnasiums betrachtet. Auch in Hannover und Hamburg werden frühere Kaufhausflächen für Schulen vorgesehen oder umgebaut. Welche Eingriffe solche Nutzungen erfordern können, zeigt Lübeck: Dort sollen Rolltreppen entfernt, mehr Tageslicht geschaffen und ein Schulhof auf dem Dach eingerichtet werden.

Auch in Ingolstadt gibt es nach Darstellung der Fraktion Sanierungsbedarf und Raumnot an Schulen. Genannt werden das Katharinen-Gymnasium, das für eine Generalsanierung zunächst in ein neu zu errichtendes Schulzentrum im Nordosten umziehen müsste, sowie die Gnadenthal-Schulen, für die Sanierungen bis 2037 im Gespräch sind. Eine frühere Ausweichschule auf dem heutigen Aumovio-Gelände steht nicht mehr zur Verfügung.

Die ÖDP-Fraktion hält deshalb eine Prüfung für sinnvoll. Offen ist, ob der Kaufhof dauerhaft als Schule, teilweise für Unterricht oder vorübergehend als Ausweichquartier geeignet wäre.

Zu klären wären vor allem bauliche, organisatorische und finanzielle Fragen. Auch Brandschutz, Tageslicht, Freiflächen und Erreichbarkeit könnten bei einer solchen Prüfung eine Rolle spielen. Der Vorschlag erweitert die Debatte um die Zukunft des Kaufhofs um eine mögliche schulische Nutzung.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der ÖDP-Fraktion; redaktionell bearbeitet.

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