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Ingolstadt fährt den Personalbestand zurück – und die Folgen reichen über das Rathaus hinaus. Der Ausschuss für Verwaltung, Personal und Recht berät an diesem Dienstag einen Stellenplan, der erstmals seit Jahren einen deutlichen Abbau vorsieht. 58,5 Stellen sollen wegfallen. Übrig blieben 2.428 Vollzeitäquivalente, nach zuletzt 2.486,5
Auslöser ist die angespannte Haushaltslage. Der Stadtrat hatte im Frühjahr beschlossen, die Personalausgaben um rund sechs Millionen Euro zu senken. Der Stellenplan übersetzt diesen politischen Beschluss nun in konkrete Kürzungen.
Neue Stellen sind kaum vorgesehen. Lediglich eine halbe Stelle im Verkehrsmanagement soll entstehen, weil Aufgaben von der Verkehrsgesellschaft Ingolstadt auf die Stadt übergehen. Die Verwaltung verweist darauf, dass die Stelle vollständig gegenfinanziert sei.
Ein ursprünglich geplantes konsolidiertes Planstellenverfahren bis 2028 wird nicht weiterverfolgt. Parallel dazu hat der Stadtrat entschieden, einzelne Angebote ganz zu streichen oder deutlich zurückzufahren. Diese Entscheidungen werden in der Stadtgesellschaft spürbar.
Das Bürgerfest soll künftig nur noch alle zwei Jahre stattfinden. Die aufsuchende Seniorenarbeit wird nicht umgesetzt. Auch die Einführung mobiler Jugendsozialarbeit an Schulen ist vom Tisch. Diese Einschnitte betreffen weniger interne Abläufe als Angebote für die Öffentlichkeit.
In der Gesamtbilanz markiert der Stellenplan 2026 eine Trendwende. Seit 2017 war die Zahl der Stellen in der Ingolstädter Stadtverwaltung kontinuierlich gestiegen – von rund 1.700 auf fast 2.500. Nun folgt der Rückbau.
Der Ausschuss berät am Dienstag, der Stadtrat entscheidet am Donnerstag. Dass es bei diesen personellen Einschnitten bleibt, gilt im Stadtrat als unwahrscheinlich.
Die Sitzungsvorlage ist unter https://www.ingolstadt.de/sessionnet/getfile.php?id=244944&type=do öffentlich einzusehen.
Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung.
