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Ingolstadt: Starkregen fordert ehrenamtliche Einsatzkräfte

Am frühen gestrigen Montagabend kam das Wasser schneller, als die Stadt es aufnehmen konnte. Eine spontan entstandene Unwetterzelle entlud sich nach Angaben der Integrierten Leitstelle fast ausschließlich über Ingolstadt. Kurz darauf liefen dort die Notrufe ein. Bis 20 Uhr wurden rund 80 bis knapp 90 Einsätze registriert.

Für die Integrierte Leitstelle war das mehr als eine lokale Unwetterlage. Sie koordiniert neben Ingolstadt auch die Landkreise Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen und Eichstätt. Während die Starkregenmeldungen eingingen, musste also auch das normale Feuerwehr- und Rettungsdienstgeschehen weiter disponiert werden. Dienstfreie Kräfte wurden nachalarmiert, zusätzlich wurde eine abgesetzte Notrufannahme besetzt.

Wie konkret die Lage wurde, zeigte sich in der von-der-Tann-Straße. Dort blieb ein Pkw im Wasser stecken. Die Wasserwacht Ingolstadt wurde um 18.22 Uhr alarmiert, Einsatzstichwort: Wassernotfall nach Starkregen. Die Wasserretter rückten mit Ausrüstung für Wasser- und Strömungsrettung an.

Vor Ort gab es rasch Entwarnung. Verletzt wurde niemand. Gemeinsam mit der Feuerwehr wurde ein Wagen aus dem Wasser geborgen, auf einen sicheren Parkplatz gebracht und später dem Eigentümer übergeben. Danach säuberten Kräfte der Wasserwacht mehrere Gullys, damit das Wasser wieder ablaufen konnte. Gefundene Kennzeichen wurden der Polizei übergeben.

Parallel liefen im Stadtgebiet zahlreiche weitere Einsätze. Seit etwa 17.40 Uhr waren nahezu die gesamte Feuerwehr Ingolstadt, das THW sowie mehrere Freiwillige Feuerwehren aus umliegenden Landkreisen im Einsatz. Die Kreiseinsatzzentrale der Berufsfeuerwehr arbeitete die Einsatzstellen nacheinander ab.

Besonders sichtbar wurde erneut die Rolle der Freiwilligen Feuerwehren in Ingolstadt. Schon am Abend zuvor waren sie nach einem Gewitter bei mehreren parallelen Einsätzen gefordert, unter anderem bei einem Dachstuhlbrand in Friedrichshofen. Am Montag rückten sie wieder aus, am zweiten Abend in Folge, zusätzlich zu Beruf, Familie und Alltag. Dass sie dafür keine monatliche Aufwandsentschädigung erhalten, geht in der Routine solcher Lagen leicht unter. Gerade bei größeren Einsatzlagen zeigt sich, wie sehr die Ingolstädter Bevölkerung auf dieses Ehrenamt angewiesen ist.

Eine zusammenfassende Mitteilung der Berufsfeuerwehr Ingolstadt zum gesamten Einsatzgeschehen lag bis zur Veröffentlichung dieses Artikels in den frühen Morgenstunden noch nicht vor. Auch auf der Facebook-Seite der Berufsfeuerwehr waren zu diesem Zeitpunkt keine weiteren aktuellen Informationen zu finden. Eine abschließende Bilanz der Schäden und Einsatzstellen stand damit zunächst aus.

Transparenzhinweis: Der Artikel ist eigene Berichterstattung auf Grundlage von Veröffentlichungen der Integrierten Leitstelle Region Ingolstadt, der Kreis-Wasserwacht Ingolstadt und der Berufsfeuerwehr Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.

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