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Ingolstadt und Region verlieren Jobs

Der Rückgang ist klein, die Warnzeichen sind größer. In der Region Ingolstadt waren im Juni etwas weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im Mai. Von einer Entspannung kann dennoch kaum die Rede sein. Die erste Jahreshälfte fällt schwach aus, und auch für die kommenden Monate erwartet die Agentur für Arbeit keinen spürbaren Umschwung.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ingolstadt waren im Juni 10.068 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 76 weniger als im Mai, aber 565 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,3 Prozent, nach 3,4 Prozent im Mai und 3,2 Prozent im Juni 2025.

Besonders deutlich zeigt sich die schwierige Lage bei der Beschäftigung. Im Stadtgebiet Ingolstadt ging die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Vorjahresvergleich um 2.463 zurück, im Landkreis Eichstätt um 600. Betroffen ist vor allem das Verarbeitende Gewerbe. In Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen blieb die Beschäftigung dagegen stabil oder legte leicht zu.

Auch der Stellenmarkt hat spürbar nachgegeben. Seit Jahresbeginn wurden der Arbeitsagentur 3.384 offene Stellen gemeldet. Das sind 939 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, ein Minus von 21,7 Prozent. Im Bestand waren im Juni 3.503 freie Arbeitsplätze gemeldet, 1.130 weniger als ein Jahr zuvor.

In der Stadt Ingolstadt waren 4.186 Menschen arbeitslos, nur acht weniger als im Mai, aber 477 mehr als vor einem Jahr. Die Quote lag bei fünf Prozent. Im Landkreis Eichstätt sank die Zahl der Arbeitslosen auf 2.058, in Neuburg-Schrobenhausen auf 1.776. Im Landkreis Pfaffenhofen stieg sie dagegen leicht auf 2.048.

Ein Lichtblick bleibt der Ausbildungsmarkt. Im Juni suchten noch 979 junge Menschen eine Lehrstelle, zugleich waren 1.067 Ausbildungsplätze unbesetzt. Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage schließt sich zwar etwas stärker als in früheren Jahren.

Die Zahlen zeigen eine Region, die nicht abrupt einbricht, aber an Kraft verliert. Weniger Beschäftigung in Ingolstadt, weniger offene Stellen und kaum neue Impulse: Der Arbeitsmarkt bleibt stabil genug, um nicht zu kippen – aber zu schwach, um Zuversicht auszulösen.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Agentur für Arbeit Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.

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