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Der Verhandlungstermin ist geplatzt, nun soll der Arbeitskampf in Ingolstadt an Schärfe gewinnen. Beschäftigte des Einzel- und Versandhandels wollen am Montag in betroffenen Betrieben für eine Ausweitung der Streiks werben.
Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi hatten die Arbeitgeber den bereits vereinbarten Verhandlungstermin am 20. Juli kurzfristig abgesagt. Die Gewerkschaft wertet dies als Affront gegenüber den Beschäftigten und fordert die Arbeitgeber auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
In Ingolstadt und der Region wollen Streikende am Montag andere Beschäftigte in betroffenen Betrieben über die Tarifauseinandersetzung informieren. Ziel sei es, weitere Mitarbeiter für eine Beteiligung an den Aktionen zu gewinnen. Verdi rechnet nach eigenen Angaben damit, dass sich zusätzliche Beschäftigte der Streikbewegung anschließen.
Kritik übt die Gewerkschaft auch am Angebot der Arbeitgeber aus der zweiten Verhandlungsrunde. Dieses würde nach Darstellung von Verdi zu Reallohnverlusten führen. In einzelnen Entgeltgruppen läge der angebotene Stundenlohn demnach sogar unter dem gesetzlichen Mindestlohn. Konkrete Angaben zur Höhe des Angebots und zu den betroffenen Lohngruppen enthält die Mitteilung nicht.
Verdi verlangt ein aus Sicht der Gewerkschaft verhandlungsfähiges Angebot. Andernfalls müssten sich die Arbeitgeber auf eine Ausweitung der Streiks einstellen. Die Beschäftigten kämpften dabei nicht nur um höhere Löhne, sondern auch gegen drohende Altersarmut, erklärte Gewerkschaftssekretärin Arina Wolf.
Wie viele Betriebe und Beschäftigte sich an den Aktionen in Ingolstadt und der Region beteiligen werden, teilte Verdi nicht mit.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Gewerkschaft Verdi in der Region Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.