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Insolvenzen nehmen zu

Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland steigt weiter. Im November 2025 wurden nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes 5,7 Prozent mehr Regelinsolvenzen beantragt als im gleichen Monat des Vorjahres. In die Statistik gehen die Anträge erst ein, wenn das Insolvenzgericht eine erste Entscheidung getroffen hat. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen rund drei Monate früher.

Besonders deutlich zeigt sich der Anstieg bei den Unternehmen. In den ersten drei Quartalen 2025 registrierten die Amtsgerichte 18.125 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das entspricht einem Plus von 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Einen höheren Wert hatte es in den ersten drei Quartalen eines Jahres zuletzt 2014 gegeben. Die von den Gerichten gemeldeten Forderungen der Gläubiger beliefen sich auf rund 40,1 Milliarden Euro, nach 45,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Rückgang trotz steigender Fallzahlen erklärt sich dadurch, dass im Jahr 2024 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als 2025.

Im September 2025 wurden 1.940 Unternehmensinsolvenzen gezählt. Das waren 6,7 Prozent mehr als im September des Vorjahres. Bezogen auf 10.000 Unternehmen lag die Insolvenzhäufigkeit von Januar bis September bei 52,2 Fällen. Am höchsten war sie im Bereich Verkehr und Lagerei, gefolgt vom Gastgewerbe und dem Baugewerbe.

Auch bei den privaten Haushalten setzt sich der Trend fort. In den ersten drei Quartalen 2025 wurden 57.824 Verbraucherinsolvenzen gemeldet. Das waren 8,3 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im September lag der Anstieg bei 7,9 Prozent.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes.

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