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Die Unternehmen in Deutschland haben ihre Investitionspläne deutlich zurückgestutzt. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des ifo Instituts. Die Erwartungen für das laufende Jahr fielen im November auf minus 9,2 Punkte, nachdem im März noch ein leicht positives Niveau verzeichnet wurde. Das Institut verweist auf strukturelle Veränderungen und Unsicherheit über wirtschaftspolitische Vorgaben.
In der Industrie sind die Rücknahmen besonders ausgeprägt. Dort sinkt der Saldo für 2025 auf minus 17,3 Punkte. Im Fahrzeugbau rutschten die Erwartungen von minus 11,4 auf minus 36,7 Punkte ab. Auch Chemieunternehmen korrigieren ihre Planungen deutlich nach unten – von plus 21,0 auf minus 9,4 Punkte. Im Maschinenbau verschlechterte sich der Wert von plus 0,9 auf minus 15,3 Punkte.
Für das kommende Jahr erwartet die Industrie weiterhin ein Minus, wenn auch weniger stark als 2025. Der Fahrzeugbau rechnet damit, seine Investitionen weitgehend stabil zu halten (minus 1,3 Punkte). Gleichzeitig wollen viele Unternehmen der Branche ihre Ausgaben für Software sowie Forschung und Entwicklung reduzieren – jeweils um rund zehn Punkte. Investitionen in Ausrüstungen sind dagegen leicht aufwärts gerichtet (2,9 Punkte).
Ein Ausnahmebild zeigt die Elektronikbranche. Sie plant als einziger Industriezweig steigende Investitionen über alle Anlagekategorien hinweg. Wesentlicher Treiber ist die Ausweitung der Forschungs- und Entwicklungsausgaben (13,1 Punkte).
Im Handel bleiben die Erwartungen verhalten. Für das laufende Jahr sinkt der Saldo auf minus 13,1 Punkte, und auch für 2026 bleiben die Unternehmen pessimistisch (minus 9,7 Punkte). Dienstleister reduzieren ihre Pläne für dieses Jahr von plus 4,9 auf minus 3,1 Punkte, zeigen für 2026 jedoch einen leicht positiven Ausblick (1,1 Punkte).
Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung des ifo Instituts.
