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Ist Mobilfunk doch schädlich?

Ist Mobilfunk doch schädlich?

O-T(h)öne gibt Fraktionen und Gruppierungen im Ingolstädter Stadtrat, sowie ausgewählten Personen des gesellschaftlichen Lebens und aus dem journalistischen Bereich, in der Rubrik "Aus fremder Feder", die Möglichkeit eines Gastkommentars zur Ingolstädter Kommunalpolitik. Das Thema ist durch den Gastkommentator frei wählbar, ebenso die Länge des Textes. Die Veröffentlichung erfolgt nicht redigiert und ungekürzt. Die Verantwortung für den Inhalt trägt allein der Verfasser des Gastkommentars.

Gastkommentar von Raimund Köstler, Sprecher der ÖDP-Stadtratsgruppe

Um es gleich vorweg zu nehmen: ich möchte dies hier nicht diskutieren.  Es gibt viele Studien von Befürwortern und Gegnern, die jeweils von der anderen Seite angezweifelt werden. Aber ich möchte darüber diskutieren, wie die Stadt mit diesem Thema umgeht. Und damit meine ich sowohl die Stadtspitze, die politischen Parteien, als auch die Bürgerinnen und Bürger.

Als wir zusammen mit der BGI vor zwei Jahren eine Petition gegen den bedenkenlosen Einsatz der neuen Mobilfunk Generation 5G in Ingolstadt gestartet hatten, war die Resonanz leider sehr gering. Auch unser Wunsch in der städtischen Digitalstrategie die Risiken des Mobilfunks als wichtiges Untersuchungsgebiet aufzunehmen, wurde von der damaligen Stadtspitze damit abgewickelt, dass natürlich alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

Heute werden nun die Standorte neuer Mobilfunkmasten nördlich von Etting und auch am Südfriedhof kontrovers diskutiert und weitere Parteien sind endlich bereit, die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger im Umfeld ernst zu nehmen.

Was könnte die Stadt Ingolstadt nun tun?

•    Erforschung alternativer Netzwerktechniken. Es gibt z.B. einen Ansatz mit Lichttechnik (VLC), die bereits in einigen Bereichen erfolgreich eingesetzt wird.

•    Eine Dauerbestrahlung muss besonders für Kinder und Hypersensible verhindert werden. Es fehlt das Recht auf Funkfreiheit, besonders in Grundschulen und KITAs, wo digitale Bildung nur eingeschränkt sinnvoll ist.

•    Und bei der Standortdiskussion, könnte die Stadt auf nationales Roaming und Zusammenlegung bestehen. Durch ein einziges gemeinsames Mobilfunknetz könnten sogar ein Großteil der vorhandenen Sendeanlagen abgebaut werden und wir hätten trotzdem ein besseres Netz als heute. Dadurch kann der Flächenverbrauch und auch die Gesamtbelastung durch Funkstrahlung wesentlich verringert werden.

Und auch wenn Mobilfunk aus dem heutigen Leben nicht mehr weg denkbar ist, sollten die Bürgerinnen und Bürger den Einsatz kritisch betrachten. Höhere Übertragungsgeschwindigkeiten sind für die meisten Einsatzfälle nicht notwendig. Hier kann eine Besinnung auf das Wesentliche dazu führen, dass der Ausbau des Mobilfunknetzes deutlich moderater gestaltet werden kann.

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