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Jeder fünfte Betrieb meldet Cyberangriff

Mindestens jedes fünfte Unternehmen in Bayern ist im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben Opfer eines erheblichen Cyberangriffs geworden. Das geht aus der jüngsten Digitalisierungsumfrage der Industrie- und Handelskammern im Freistaat hervor.

Demnach gaben 20 Prozent der rund 540 befragten Betriebe an, von mindestens einem gravierenden Cybersicherheitsvorfall betroffen gewesen zu sein. Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) geht zudem von einer hohen Dunkelziffer aus – also von Firmen, die Angriffe nicht bemerkt haben oder bei denen Attacken im Hintergrund laufen.

Zwar zählen Datensicherungen und regelmäßige Software-Updates inzwischen bei der großen Mehrheit der Unternehmen zum Standard. Deutlich seltener verfügen Betriebe jedoch über Cyberversicherungen, Notfallpläne oder eigene IT-Sicherheitsbeauftragte. Auch Notfallübungen werden nur vereinzelt durchgeführt.

Die Umfrage zeigt zudem deutliche Unterschiede zwischen kleineren und größeren Unternehmen. Während 82 Prozent der Betriebe mit mehr als 250 Beschäftigten Risikoanalysen zu möglichen Sicherheitslücken oder IT-Notfällen durchführen, sind es bei Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten lediglich 52 Prozent. Auch bei Schulungen besteht ein Gefälle: 85 Prozent der größeren Firmen schulen ihre Mitarbeitenden regelmäßig in Fragen der IT-Sicherheit, bei kleineren sind es 48 Prozent.

In jeweils rund 30 Prozent der Fälle zielten Cyberangriffe auf Betrug, Spionage, Datendiebstahl oder Lösegelderpressung durch Verschlüsselung von Daten oder Netzwerken ab. Der BIHK warnt vor einer weiter wachsenden Bedrohungslage und fordert insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen mehr Unterstützung beim Schutz ihrer IT-Systeme.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der IHK; redaktionell bearbeitet.

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