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Wer auf einem Fest belästigt, diskriminiert oder in seinen persönlichen Grenzen verletzt wird, soll in Ingolstadt künftig eine eigene Anlaufstelle haben. Die Johanniter bauen dafür ein ehrenamtliches Awareness-Angebot auf.
Beim diesjährigen Pfingstfest gab es bereits einen ersten Praxistest. Dort übernahmen die Johanniter erstmals den Sanitätsdienst und richteten zusätzlich einen sogenannten Safe Space ein – einen geschützten Rückzugsort für Besucher.
Inzwischen wurden zwölf Teilnehmer bei einem Lehrgang der Johanniter-Akademie Bayern in Ingolstadt für den neuen Aufgabenbereich geschult. Drei von ihnen kommen aus dem Regionalverband Oberbayern.
Die Awareness-Teams sollen Menschen in belastenden Situationen unterstützen, etwa nach Diskriminierung, sexueller Belästigung oder persönlichen Grenzüberschreitungen. Sie bieten einen geschützten Raum für ein erstes Gespräch und können bei Bedarf an Beratungs- oder Fachstellen weitervermitteln. Die nächsten Einsätze sind bereits geplant. Beim Ingolstädter Herbstfest und bei einer Musikveranstaltung im Stadttheater sollen erstmals gebuchte Awareness-Teams eingesetzt werden.
Nach Angaben des Ingolstädter Ortsbeauftragten Sven Müller sollen die geschulten Helfer unabhängig und neutral handeln. Betroffene sollen einen Ansprechpartner und einen sicheren Ort finden, an dem sie ernst genommen werden.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband Oberbayern; redaktionell bearbeitet.