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Die Zahl der Klinikbehandlungen wegen Alkoholvergiftungen bei Kindern und Jugendlichen ist 2024 erneut gesunken. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes wurden bundesweit 8.781 Zehn- bis 19-Jährige stationär behandelt. Das entspricht einem Rückgang von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert den niedrigsten Stand seit 25 Jahren.
Zum Vergleich: 2012 registrierten die Krankenhäuser noch mehr als 26.000 entsprechende Fälle. Der Rückgang setzte sich damit auch 2024 fort. Besonders deutlich fiel er bei den Zehn- bis 15-Jährigen aus, wo die Zahl der Behandlungen im Vergleich zum Vorjahr um knapp acht Prozent sank.
Von den erfassten Fällen entfielen 4.513 auf Jungen und 4.268 auf Mädchen. In beiden Gruppen gingen die Zahlen zurück, bei Jungen etwas stärker als bei Mädchen. Auch bei den 15- bis unter 20-Jährigen verringerte sich die Zahl der stationären Behandlungen um rund sechs Prozent.
Trotz der sinkenden Fallzahlen warnen Fachleute vor voreiligen Schlüssen. Die Krankenhausstatistik erfasse nur schwere Fälle, eine erhebliche Dunkelziffer bleibe unberücksichtigt. Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen sei weiterhin ein relevantes Thema.
Vor diesem Hintergrund setzen die Krankenkasse DAK-Gesundheit und der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen ihre Präventionsarbeit fort. Der bundesweite Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ soll auch 2026 weiterlaufen. Die Kampagne richtet sich an Kinder und Jugendliche und besteht seit mehr als 15 Jahren.
Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der DAK-Gesundheit.
