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Kein Geld: Rathaus-Sanierung jetzt mit Investor

Die Stadt Ingolstadt will die Sanierung des Technischen Rathauses nicht mehr in eigener Regie umsetzen. Stattdessen soll ein privater Investor das Projekt übernehmen. Eine entsprechende Sitzungsvorlage wird derzeit in den politischen Gremien beraten.

Hintergrund ist die angespannte Haushaltslage der Stadt. Nach den Plänen der Verwaltung soll ein Investor die Sanierung des Gebäudes einschließlich der Tiefgarage finanzieren und realisieren. Die Stadt würde das Technische Rathaus anschließend langfristig anmieten. Damit bliebe die Nutzung für die Verwaltung gesichert, ohne dass die Sanierungskosten unmittelbar den städtischen Haushalt belasten.

Zuvor hatte die Stadt mehrere Varianten einer Eigensanierung geprüft. Zuletzt war ein konventionelles städtisches Bauprojekt mit einem geschätzten Volumen von rund 35 Millionen Euro vorgesehen. Dieses Modell soll nun nicht weiterverfolgt werden.

Die Verwaltung erwartet, dass das Investorenmodell die finanzielle Gesamtbelastung gegenüber einer Eigensanierung reduziert. Zwar entstehen langfristige Verpflichtungen durch Miet- und Erbbauzinszahlungen. Einsparpotenziale sieht die Stadt unter anderem in gebündelten Vergaben, effizienteren Bauabläufen beim Investor sowie geringeren Personalkosten auf städtischer Seite.

Vorgesehen ist ein europaweites, vergaberechtskonformes Investorenverfahren. Die Eckpunkte der Ausschreibung sollen dem Stadtrat vor der Veröffentlichung zur Genehmigung vorgelegt werden. Ziel ist es, Wirtschaftlichkeit, rechtliche Sicherheit und den langfristigen Erhalt des Gebäudes miteinander zu verbinden.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Stadt Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.

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