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Der Griff zum Antibiotikum gehört in vielen Familien zum Alltag, wenn Schmerzen und Fieber an den Kräften zehren. Dennoch zeigen neue Daten der KKH einen Anstieg der Verordnungen: 2024 erhielt mehr als jedes vierte Kind und jeder Jugendliche ein Antibiotikum – ein Zuwachs von 12,3 Prozent im Vergleich zu 2019.
Antibiotika können bakterielle Infektionen wirksam bekämpfen, bleiben bei viralen Erkrankungen jedoch ohne Effekt. Fachleute warnen seit Jahren vor den Folgen übermäßigen Einsatzes. Resistenzen breiten sich aus und erschweren Therapien, weltweit gilt das Thema als große gesundheitliche Herausforderung. Bei Kindern kommen weitere Aspekte hinzu: Studien weisen darauf hin, dass häufige Antibiotikagaben in den ersten Lebensjahren spätere Risiken wie Asthma, entzündliche Darmerkrankungen oder Übergewicht erhöhen können.
Ist die Einnahme erforderlich, empfehlen Expertinnen und Experten eine präzise Anwendung: kurze Dauer, exakte Dosierung, kein vorzeitiger Abbruch. Möglich sind Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden oder Hautreaktionen; bei Mädchen zudem Pilzinfektionen. Zeigt sich nach 48 Stunden keine Besserung, sollte die ärztliche Praxis erneut kontaktiert werden.
Apotheker und Kinderärztinnen raten Eltern, eine Verordnung kritisch zu prüfen: Welche Diagnose liegt zugrunde? Welche Alternativen bestehen? Ziel ist ein zurückhaltender Einsatz, damit wirksame Mittel verfügbar bleiben, wenn sie wirklich gebraucht werden.
Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der KKH Kaufmännischen Krankenkasse.
