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Das Klinikum Ingolstadt und die Stadt ziehen einen Schlussstrich: Die Gespräche über eine mögliche Übernahme der insolventen Privatklinik Dr. Maul werden nicht fortgeführt. Das haben Aufsichtsrat und Stadtrat in getrennten Sitzungen beschlossen.
Wie der Pressesprecher der Stadt, Michael Klarner, mitteilte, seien die Voraussetzungen für eine wirtschaftlich tragfähige Integration derzeit nicht gegeben. Die Gründe lägen in den strukturellen Problemen der Krankenhauslandschaft und in bundespolitischen Vorgaben, die absehbar keine tragfähige Lösung zuließen.
Eine Eingliederung als Betriebsteil des Klinikums wäre rechtlich nicht möglich. Die Maul-Klinik müsste als eigenständiges Fachkrankenhaus weitergeführt werden – ein Modell, das laut Klinikum organisatorisch, personell und wirtschaftlich nicht vertretbar sei.
Die medizinische Versorgung in Ingolstadt soll nach Angaben des Klinikums dennoch gesichert bleiben. Die ambulante Notfallversorgung und die stationäre Betreuung könnten weiterhin auf hohem Niveau gewährleistet werden. Sollte sich der Bedarf erhöhen, will das Klinikum nach eigenen Angaben kurzfristig zusätzliche Kapazitäten schaffen – sowohl durch interne Umstrukturierungen als auch durch den Aufbau weiteren medizinischen Personals.
Die Entscheidung fällt nach Wochen intensiver politischer Diskussionen. Zuletzt hatten sowohl SPD als auch CSU öffentlich den Erhalt der Maul-Klinik gefordert – allerdings ohne belastbare Konzepte. Während die SPD auf eine gemeinsame Übernahme durch Stadt und Freistaat setzte, mahnte die CSU die Sicherung von Kapazitäten an, blieb aber konkrete Vorschläge schuldig. Mit dem nun gefassten Beschluss endet diese Debatte vorerst – die Notfallversorgung in Ingolstadt bleibt laut Stadt weiterhin gewährleistet.
Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der Stadt Ingolstadt.
