Werden Sie Unterstützer:in von O-T(h)öne
Machen Sie mit bei „Die Berichterstattung von O-T(h)öne ist mir etwas wert“. Ihre Mithilfe trägt dazu bei, dieses Angebot fortzuführen.


Die CSU Ingolstadt hat gestern Abend in einer Kreisvorstandssitzung beschlossen, einer Fusion der kommunalen Landkreiskliniken mit dem Klinikum Ingolstadt eine Absage zu erteilen. Kooperation ja – aber „keine Fusion zulasten der Gesundheitsversorgung“, so der Beschluss.
Am heutigen Vormittag ließ Oberbürgermeister Michael Kern (CSU) dazu über die städtische Pressestelle eine Stellungnahme verbreiten, in der er vermied, sich klar zum Thema zu positionieren.
Und am Nachmittag meldete sich die FDP zu Wort – mit scharfer Kritik: „Mit großer Besorgnis hat die FDP Ingolstadt die Pressemitteilungen der CSU Ingolstadt und von Oberbürgermeister Dr. Michael Kern zur Kenntnis genommen. Bisher war klar: Alle Optionen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Ingolstadt und der Region sind auf dem Tisch und werden in einem umfassenden zweiten Gutachten beleuchtet. Dieses zweite Gutachten ist für viel Geld und mit Fördermitteln in Auftrag gegeben worden – und die Ergebnisse stehen noch aus. Trotzdem hat die CSU nun zu dem Thema Stellung bezogen. Die Option der Fusion der Kliniken soll ausgeschlossen werden, das PwC-Gutachten explizit nicht weiterverfolgt werden.“
Ein ungewöhnlicher Vorgang – galt die Region 10 doch bislang als Vorreiter bei den Krankenhausplänen in Deutschland. Nun kritisiert die FDP: „Ohne Not und ohne vorliegendes zweites Gutachten vorschnell Optionen einseitig vom Tisch zu nehmen, schadet dem Vertrauen in der Region und ist pures Wahlkampfgetöse.“
Besonders irritiert zeigt sich die FDP über die Rolle des Oberbürgermeisters: „Dass der Oberbürgermeister in seiner Presseerklärung nicht deutlich widerspricht, irritiert uns.“
Und die Liberalen ziehen eine klare Grenze: „Für uns als FDP ist nach wie vor klar: Die Gesundheitsversorgung in Ingolstadt ist zu wichtig, um im Wahlkampf unter die Räder zu kommen. Welchen Weg wir am Ende sachlich gehen, muss sich zeigen. Es muss der richtige Weg für Ingolstadt sein. Wir stehen als FDP Ingolstadt für faktenbasiertes und seriöses Arbeiten und hoffen, dass der Stadtrat in Gänze wieder auf diesen Weg findet.“
Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der FDP-Stadtratsfraktion Ingolstadt.
