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Die CSU Ingolstadt hat mit ihrem Beschluss, die geplante regionale Klinikfusion abzulehnen, die Debatte über die Gesundheitsversorgung in der Region neu entfacht. Für Landrat Alexander Anetsberger (CSU) ist die Entscheidung ein Rückschlag – und ein Belastungstest für die Zusammenarbeit mit der Schanz.
Drei Jahre Arbeit auf dem Spiel
„Es war ein Paukenschlag, den wir aus Ingolstadt vernommen haben“, sagte Anetsberger auf Anfrage des Nachrichtenportals O-T(h)öne. „Erstaunlich ist dabei, dass sich OB und Stadt-CSU gegen gültige Stadtratsbeschlüsse stellen. Ob das nun tatsächlich bedeutet, dass damit die Vorarbeit von drei Jahren in die Tonne getreten wird, muss der Ingolstädter Stadtrat entscheiden. Es wäre aus meiner Sicht fatal und unverständlich.“
Der Landrat betonte, niemand zweifle an der Bedeutung des Ingolstädter Klinikums: „Niemand in der Region bezweifelt, dass wir ein starkes Klinikum Ingolstadt brauchen. Das steht auch genauso im PwC-Gutachten.“
Arbeitsteilung statt Doppelstrukturen
Das Gutachten, das seit Jahren die Grundlage der regionalen Debatte bildet, sieht eine klare Aufgabenteilung vor. „Ebenso steht aber im Gutachten, dass die umliegenden Kliniken ein abgestimmtes Leistung-Portfolio brauchen, um die Region optimal zu versorgen. Denn das Klinikum wird aus Kapazitätsgründen nicht alles machen können, sondern es muss sich auf die komplexen Leistungsgruppen konzentrieren“, so Anetsberger.
Eichstätt will in der Pflicht bleiben
Auch für die Rolle seines Landkreises formulierte der Landrat eine klare Haltung: „Der Landkreis Eichstätt wird sich nicht auf Kosten anderer aus der Notfallversorgung stehlen, ohne in Abstimmung vor allem mit dem Klinikum Ingolstadt eine verlässliche Alternativstruktur aufzubauen.“ Das sei, so Anetsberger weiter, eine „anspruchsvolle Aufgabe, bei der die Versorgungssicherheit weiter höchste Priorität haben wird“.
Zweifel an der Verlässlichkeit
Am Ende stellte Anetsberger die Frage nach der Berechenbarkeit des Partners Ingolstadt: „Natürlich stellt sich nun auch die Frage nach der Verlässlichkeit des Partners Ingolstadt. Wir sehen uns nun wieder mehr gezwungen, weitere Optionen der Zusammenarbeit auch ohne das Klinikum zu prüfen.“
Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung.
