Werden Sie Unterstützer:in von O-T(h)öne
Machen Sie mit bei „Die Berichterstattung von O-T(h)öne ist mir etwas wert“. Ihre Mithilfe trägt dazu bei, dieses Angebot fortzuführen.


Die deutsche Wirtschaft bleibt schwach. Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) fiel im August auf 92 Punkte – nach 93 im Juli. Damit ist es der zweite Rückgang in Folge, nachdem das Barometer im Juni noch ein Zwei-Jahres-Hoch erreicht hatte. Der Wert entfernt sich weiter von der neutralen Marke von 100 Punkten, die für durchschnittliches Wachstum steht.
„Die Erholung der deutschen Wirtschaft ist derzeit ein äußerst zartes Pflänzchen“, sagte DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik. Zwar hätten sich die Unsicherheiten im internationalen Umfeld verringert, etwa durch die Einigung im Handelsstreit zwischen der EU und den USA sowie die Verabschiedung des Bundeshaushalts. Belastend wirkten jedoch strukturelle Probleme, insbesondere die sinkende Nachfrage nach deutschen Exportgütern. Zunehmend komme es auf die Binnenkonjunktur an.
In der Industrie hat sich die Stimmung laut ifo-Umfragen seit Jahresbeginn aufgehellt, vor allem die Geschäftserwartungen haben sich verbessert. Auch wenn die Auftragslage schwach bleibt, schätzen viele Unternehmen ihre Produktionsaussichten optimistischer ein. „Die Unternehmen brauchen mehr Planungssicherheit, damit die bessere Stimmung auch in der Wirtschaft ankommt“, sagte DIW-Ökonomin Laura Pagenhardt.
Im Dienstleistungssektor trüben sich die Erwartungen dagegen weiter ein. Einzelhandelsumsätze erwiesen sich zwar als stabil, doch die steigende Arbeitslosigkeit und schwächere Reallöhne dämpfen den privaten Konsum.
Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung des DIW Berlin.
