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Krankenstand zum dritten Mal in Folge gesunken

Der Krankenstand in Bayern ist 2025 zum dritten Mal in Folge gesunken. Er lag bei 4,3 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Rechnerisch fehlte jede bei der Techniker Krankenkasse (TKK) versicherte Erwerbsperson im Schnitt 15,7 Tage krankheitsbedingt am Arbeitsplatz.

Gegenüber 2022 ging die Zahl der Fehltage spürbar zurück. Hochgerechnet entfielen mehr als 721.000 krankheitsbedingte Ausfalltage weniger als vor drei Jahren. Der Rückgang setzt damit einen Trend fort, der sich seit 2023 abzeichnet.

Treiber dieser Entwicklung sind vor allem rückläufige Erkältungserkrankungen. Diagnosen wie grippale Infekte oder Bronchitis verursachten 2025 im Schnitt 3,4 Fehltage je Erwerbsperson. Das waren 0,4 Tage weniger als im Jahr zuvor und 1,2 Tage weniger als 2022. Auch bei Muskel- und Skeletterkrankungen wie Rückenschmerzen gingen die Ausfallzeiten leicht zurück.

Gegenläufig entwickelte sich die Situation bei psychischen Erkrankungen. Depressionen, Verhaltensstörungen und vergleichbare Diagnosen führten 2025 zu durchschnittlich 3,1 Fehltagen je Erwerbsperson. Damit lagen die Fehlzeiten über dem Niveau des Vorjahres und deutlich über dem von 2022. Zudem dauern diese Erkrankungen erheblich länger: Pro Krankheitsfall fehlen Betroffene rechnerisch mehr als fünf Wochen am Arbeitsplatz.

Die Daten stammen aus Vorabzahlen des Gesundheitsreports 2026 und beruhen auf den Meldungen von rund 902.000 versicherten Erwerbspersonen in Bayern. Trotz des insgesamt sinkenden Krankenstands bleibt das Niveau hoch. Zugleich gewinnen psychische Belastungen weiter an Bedeutung und verändern die Struktur der krankheitsbedingten Ausfälle.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der TKK; redaktionell bearbeitet.

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