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Die Aufwendungen deutscher Firmen für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall haben sich seit gut einem Jahrzehnt kaum verändert. Nach Berechnungen des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) betrugen sie 2010 rund 3,4 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Bruttolöhne und -gehälter, 2024 waren es 4,2 Prozent. Seit 2013 sei praktisch kein Anstieg mehr zu verzeichnen.
Das IMK argumentiert, dass absolute Eurobeträge ein verzerrtes Bild vermitteln. Faktoren wie die gestiegene Erwerbstätigkeit, höhere Beschäftigungsquoten Älterer und die Inflation ließen die Summen zwar anwachsen, erhöhten aber nicht die reale Belastung. So stieg die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen laut Statistischem Bundesamt von 66 Prozent im Jahr 2014 auf 75 Prozent im Jahr 2024.
Arbeitgebernahe Institute hatten zuletzt höhere Kosten betont. Aus Sicht des IMK zeigt der relative Vergleich dagegen stabile Verhältnisse. „Es ist vielmehr verwunderlich, dass die Kosten trotz der Nachwehen der Corona-Pandemie praktisch auf dem Niveau von 2013 liegen“, sagte IMK-Direktor Sebastian Dullien.
Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der Hans-Böckler-Stiftung.
