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Die Präventionskampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ geht 2026 in eine neue Runde. Die DAK-Gesundheit veranstaltet den Wettbewerb gemeinsam mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen. Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren sind aufgerufen, Plakate und andere kreative Beiträge gegen Alkoholmissbrauch einzureichen. Einsendeschluss ist der 31. März 2026. Es ist die 17. Auflage des Wettbewerbs.
Aktuelle Zahlen zeigen eine rückläufige Entwicklung beim sogenannten Rauschtrinken. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes wurden 2024 bundesweit 8.781 Kinder und Jugendliche wegen einer Alkoholvergiftung stationär behandelt. Das entspricht einem Rückgang von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ist der niedrigste Wert seit 25 Jahren. 2012 hatte es noch 26.673 Klinikbehandlungen gegeben.
Der Rückgang betrifft alle Altersgruppen zwischen zehn und unter 20 Jahren. Am stärksten sank die Zahl der Behandlungen bei Jungen im Alter von zehn bis 15 Jahren, dort um knapp acht Prozent. Bei Mädchen derselben Altersgruppe lag der Rückgang bei rund vier Prozent.
Die Kampagne war 2010 gestartet, nachdem die Zahl der Krankenhausbehandlungen von Minderjährigen wegen Alkoholvergiftungen auf über 25.000 Fälle gestiegen war. Seitdem haben sich nach Angaben der Veranstalter rund 143.000 Kinder und Jugendliche an dem Wettbewerb beteiligt. Für das kommende Jahr werden bundesweit etwa 11.000 Schulen eingeladen, sich zu beteiligen. Neben Schulklassen können auch Einzelpersonen oder Gruppen von Jugendlichen Beiträge einreichen.
Der Wettbewerb ist föderal organisiert. In allen 16 Bundesländern werden zunächst Landessieger ermittelt. Anschließend wählt eine Bundesjury aus diesen Arbeiten die Bundessieger. Insgesamt sind Preisgelder von rund 12.000 Euro ausgelobt. Zusätzlich wird ein Sonderpreis für Beiträge vergeben, die in sozialen Netzwerken veröffentlicht werden.
Begleitet wird die Aktion durch Unterrichtsmaterialien und Elterninformationen, die vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung entwickelt wurden. Nach Angaben des Instituts geben viele Teilnehmende an, durch den Wettbewerb mehr über die gesundheitlichen Risiken von Alkoholkonsum erfahren zu haben. Der Wettbewerb richtet sich vor allem an Klassen der Mittelstufe und damit an eine Altersphase, in der viele Jugendliche erstmals Alkohol ausprobieren.
Trotz der sinkenden Zahlen sehen die Initiatoren weiterhin Handlungsbedarf. Alkohol gehöre für viele junge Menschen zum Alltag und werde häufig unterschätzt. Präventionsangebote wie „bunt statt blau“ sollen dazu beitragen, Risiken frühzeitig zu thematisieren und eigenständige Entscheidungen zu fördern.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der DAK-Gesundheit; redaktionell bearbeitet.
