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Mailinger Bach: Stadt rät vom Gießen mit Bachwasser ab

Erst waren die Fische auffällig, jetzt rät die Stadt auch beim Wasser zur Vorsicht. Für die Gartenbewässerung soll vorerst möglichst kein Wasser aus dem Mailinger Bach oder aus Gartenbrunnen in dessen Nahbereich verwendet werden. Grund sind PFAS. Die Abkürzung steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, eine Gruppe sehr langlebiger Chemikalien, die in der Umwelt kaum abgebaut werden. Die Empfehlung gilt insbesondere für den Abschnitt vom Zusammenfluss von Retzgraben und Augraben bis zur Mündung des Mailinger Bachs in die Donau.

Anlass waren auffällige PFAS-Werte bei Fischuntersuchungen. Das Landratsamt Eichstätt informierte die Stadt darüber im September 2025. Kontrolluntersuchungen im Herbst bestätigten die Belastung der Fische. Die Fachbehörden rieten daraufhin vom Verzehr ab. Eine Einschränkung für die Entnahme kleiner Wassermengen aus dem Bach war damals nicht notwendig.

Anschließend untersuchte das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt den Mailinger Bach und mehrere Zuflüsse. Im März 2026 wurden an 15 Stellen Wasserproben genommen, unter anderem am Retzgraben bei Oberhaunstadt sowie am Mailinger, Manterin- und Köschinger Bach. Zusätzlich wurde ein Gartenbrunnen in Großmehring untersucht. In fast allen Proben wurden PFAS nachgewiesen.

Zur Einordnung für die Gartenbewässerung zog das Wasserwirtschaftsamt den in der Trinkwasserverordnung festgelegten Wert von 100 Nanogramm pro Liter für 20 relevante PFAS-Verbindungen als Vergleich heran. Überschritten wurde er an drei Stellen: unterhalb der Stockermühle, unterhalb der Moosmühle und vor der Mündung der Binnenentwässerung. Im untersuchten Gartenbrunnen in Großmehring lag der Wert darunter.

Wie lange und auf welchen Abschnitten erhöhte Werte auftreten, lässt sich aus den Messungen nicht ableiten. Die Konzentrationen können je nach Abflussmenge und Grundwasserstand schwanken. Das Umweltamt will deshalb weitere Untersuchungen veranlassen. Vorsorglich empfiehlt die Stadt, für die Gartenbewässerung gesammeltes Niederschlagswasser zu verwenden.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des Umweltamtes der Stadt Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.

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