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Manching: 22- und 23-Jähriger sterben bei Unfall mit Zug

Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einer Regionalbahn sind am späten Samstagabend in Lindach bei Manching zwei junge Männer ums Leben gekommen.

Nach Angaben der Polizei fuhr ein 23-Jähriger gegen 23.43 Uhr trotz blinkenden Rotlichts mit seinem Wagen über einen unbeschrankten Bahnübergang. Neben ihm saß ein 22-jähriger Beifahrer. Der Zug, der aus Ingolstadt kam, konnte trotz Notbremsung nicht mehr rechtzeitig stoppen und prallte in die rechte Seite des Autos. Das Fahrzeug wurde etwa 25 Meter weit geschleudert und vollständig zerstört. Beide Insassen starben vermutlich direkt beim Aufprall.

Die 15 Fahrgäste der Regionalbahn sowie die Zugbegleiterin blieben unverletzt. Der 50 Jahre alte Lokführer erlitt einen schweren Schock und wurde medizinisch betreut. An dem Pkw und der Bahn entstand ein Schaden von rund 300.000 Euro.

Feuerwehren aus Manching und Westenhausen waren im Einsatz, um die Toten zu bergen und Trümmerteile zu sichern. Diese lagen nach dem Aufprall über eine Strecke von mehr als 100 Metern verstreut. Ein Notfallmanager und ein Nottechniker der Deutschen Bahn sowie Beamte der Bundespolizei waren ebenfalls vor Ort. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt ordnete die Sicherstellung des Unfallfahrzeugs an.

Der Bahnverkehr war bis in die frühen Morgenstunden unterbrochen. Gegen fünf Uhr war die Unfallstelle geräumt, Schäden an den Gleisen wurden nicht festgestellt. Die Angehörigen der beiden Männer wurden in der Nacht vom Kriseninterventionsteam betreut.

Hinweis der Redaktion: Die Polizei hat die ursprüngliche Pressemitteilung am heutigen späten Vormittag korrigiert. Demnach war der Beifahrer 22 Jahre alt.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt.

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