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Die Zahl der Arbeitslosen in Ingolstadt und den drei umliegenden Landkreisen ist im August auf 10.770 gestiegen. Das sind 548 mehr als im Juli und 554 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,6 Prozent. Der übliche Anstieg im Ferienmonat erklärt die Entwicklung nach Einschätzung der Arbeitsagentur allerdings nur zum Teil.
In der Ferien- und Urlaubszeit ist die Nachfrage nach Arbeitskräften traditionell schwächer. Hinzu kommt, dass noch nicht alle Ausbildungsabsolventen eine Beschäftigung gefunden haben. Johannes Kolb, Leiter der Agentur für Arbeit Ingolstadt, verweist jedoch vor allem auf die schwierige Konjunktur. Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften sei weiterhin sehr zurückhaltend.
Besonders stark stieg die Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren. 1.483 Menschen unter 25 Jahren waren im August ohne Arbeit, 255 mehr als einen Monat zuvor.
In Ingolstadt waren 4.373 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 143 mehr als im Juli und 351 mehr als vor einem Jahr. Die Quote liegt bei 5,2 Prozent, nach 4,8 Prozent im August 2025.
Auch in den Landkreisen nahm die Arbeitslosigkeit zu. Eichstätt verzeichnet 2.316 Arbeitslose und eine Quote von 3,0 Prozent. In Neuburg-Schrobenhausen sind 1.892 Menschen arbeitslos gemeldet, die Quote beträgt 3,2 Prozent. Im Landkreis Pfaffenhofen sind es 2.189 Arbeitslose bei einer Quote von 2,8 Prozent.
Damit liegt die Arbeitslosigkeit in allen vier Teilregionen sowohl über dem Juli als auch über dem jeweiligen Vorjahreswert. Zugleich waren bei der Arbeitsagentur regional 3.727 freie Stellen gemeldet. Ob sich die Lage nach dem Sommer wieder bessert, ist offen. Nach Einschätzung der Arbeitsagentur werden erst die Herbstmonate zeigen, ob vom Arbeitsmarkt wieder positivere Signale kommen.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Agentur für Arbeit Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.