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Die Zahl der zertifizierten Krebszentren in Deutschland wächst. Wer vor einer Krebsoperation steht, findet inzwischen mehr spezialisierte Kliniken als noch vor einem Jahr.
Im AOK-Gesundheitsnavigator sind seit Anfang 2025 bundesweit 3.426 zertifizierte Krebszentren verzeichnet. Das sind 192 mehr als im Vorjahr. Das Angebot richtet sich an Patientinnen und Patienten sowie an einweisende Ärztinnen und Ärzte und soll die Auswahl geeigneter Kliniken erleichtern.
Ein Schwerpunkt liegt auf Zentren, die von der Deutschen Krebsgesellschaft geprüft sind. Insgesamt werden 1.430 onkologische Einrichtungen geführt, die mehrere Krebsarten behandeln. Hinzu kommen spezialisierte Zentren für einzelne Erkrankungen. Am häufigsten vertreten sind Darmkrebszentren, gefolgt von Einrichtungen für Brust-, gynäkologische und Prostatakrebserkrankungen. Erstmals sind auch Zentren für Anal- und Hodenkrebs aufgeführt.
Der Navigator weist zudem Fallzahlen einzelner Krankenhäuser aus und zeigt, ob gesetzlich festgelegte Mindestmengen eingehalten werden. Diese gelten unter anderem für Brust- und Lungenkrebsoperationen. Bundesweit erfüllen derzeit 379 Kliniken die Mindestmenge bei Brustkrebs, weniger als bei Einführung der Regelung im Jahr 2024. Bei der chirurgischen Behandlung von Lungenkrebs erfüllen 142 Standorte die Vorgaben. Die Entwicklung deutet auf eine stärkere Konzentration komplexer Eingriffe hin.
Zusätzliche Qualitätsunterschiede werden bei Prostatakrebsoperationen sichtbar. Auf Grundlage von Abrechnungsdaten werden Komplikationsraten einzelner Kliniken verglichen. Während im besten Fünftel der Häuser Komplikationen bei 6,4 Prozent der operierten Patienten auftraten, lag der Anteil im schwächsten Fünftel bei nahezu einem Viertel. Grundlage der Auswertung sind rund 17.600 Behandlungsfälle aus den Jahren 2021 bis 2023, die ein Jahr lang nachbeobachtet wurden.
Zum Jahresbeginn hat die AOK zudem die Qualitätsangaben der Krankenhäuser aktualisiert. In mehreren Bundesländern fließen außerdem Ergebnisse von Patientenbefragungen zur Zufriedenheit mit dem Klinikaufenthalt in den Navigator ein.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des AOK-Bundesverbandes; redaktionell bearbeitet.
