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In Bayern steigt die Zahl räuberischer Erpressungen durch Jugendliche weiter an. Das zeigt der neue Jahresbericht der Kriminologischen Forschungsgruppe des Landeskriminalamts, der die Entwicklung junger Tatverdächtiger und Opfer auswertet. Im Mittelpunkt steht eine Untersuchung zu Strukturen und Vorgehensweisen jugendlicher Tätergruppen.
Die meisten Tatverdächtigen sind männlich und bewegen sich in alters- und geschlechtshomogenen Gruppen. Ihr Bildungsniveau liegt überwiegend im niedrigen bis mittleren Bereich. Die Taten folgen selten dem Muster eines klassischen Überfalls. Häufig nutzen die Täter Vorwände oder kurze Gelegenheiten, etwa durch das Ansprechen von Passanten. Meist bleibt es bei Drohungen; der Einsatz tatsächlicher Gewalt ist weniger verbreitet, Waffen kommen nur in Einzelfällen vor.
Als Motive gelten vor allem finanzielle Interessen und der Erwerb von Wertgegenständen, darunter Markenartikel. Eine wesentliche Rolle spielt zudem die Demonstration von Stärke innerhalb der eigenen Gruppe. Viele Taten folgen weniger einer geplanten Strategie als einer schnellen Dynamik im sozialen Umfeld der Beteiligten.
Parallel dazu zeigt die Gesamtstatistik ein gemischtes Bild. Während die Viktimisierung von Kindern und Jugendlichen deutlich zunimmt, bleibt sie bei Heranwachsenden nahezu unverändert. Zurückgegangen sind Fälle von Diebstahl und Rauschgiftkriminalität. Zuwächse verzeichnen dagegen Gewaltdelikte, insbesondere gefährliche und schwere Körperverletzungen. Auch strafbare Handlungen im Bereich pornografischer Inhalte nehmen in allen Altersgruppen zu.
Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung des Bayerischen Landeskriminalamts.
