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Mehr Regeln für KI gefordert

Fast jeder Zweite nutzt generative Künstliche Intelligenz inzwischen mehrmals pro Woche. Besonders verbreitet sind entsprechende Anwendungen bei 16- bis 29-Jährigen, die sie vor allem im privaten Alltag einsetzen. Das geht aus einer Studie des TÜV-Verbands aus dem Jahr 2025 hervor.

Der VerbraucherService Bayern im KDFB e. V. sieht angesichts dieser Entwicklung weiteren Regelungsbedarf. Um Entwicklung und Einsatz der Technologie verantwortungsvoll zu steuern, seien klare Vorgaben notwendig. In der Europäischen Union sind bestimmte KI-Systeme bereits verboten, geregelt durch den EU AI Act. Aus Sicht des Verbandes braucht es darüber hinaus mehr Transparenz für Verbraucher. Eine verpflichtende Kennzeichnung von Produkten, die KI einsetzen, könne Orientierung schaffen. Auch Umwelt- und Qualitätssiegel nach dem Vorbild des „Blauen Engels“ für Hardware, Software und Anbieter werden vorgeschlagen.

Mit der zunehmenden Nutzung generativer KI steigen die gespeicherten Datenmengen. Das erfordert zusätzliche Rechnerkapazitäten und eine wachsende Zahl von Rechenzentren. Der damit verbundene Energie- und Wasserverbrauch sowie zusätzliche CO₂-Emissionen gelten als problematisch. Zugleich biete KI Potenzial für Umwelt- und Klimaschutz, etwa durch smarte Heiz- und Bewässerungssysteme. Nutzen und Belastung müssten daher in Einklang gebracht werden.

Ein verantwortungsbewusster, selbstbestimmter und nachhaltiger Umgang mit KI setze entsprechende Kompetenzen und Experimentierbereitschaft voraus, heißt es vom VerbraucherService Bayern. Zudem rät der Verband, von generativer KI erzeugte Inhalte kritisch zu prüfen – insbesondere Fakten, transportierte Inhalte, Stil und Tonfall.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des VerbraucherService Bayern im KDFB e. V.; redaktionell bearbeitet.

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