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Ingolstadt hat einen Hitzeaktionsplan – der öffentliche Nahverkehr kommt darin bislang kaum vor. Die ÖDP-Stadtratsgruppe will das ändern. Zugleich soll der Rathausplatz schattiger werden und bei der Pflege des Stadtgrüns weniger Geld und Wasser verbraucht werden. Drei Anträge sollen diese Punkte auf die politische Tagesordnung bringen.
Beim Nahverkehr fordert die ÖDP ein eigenes Maßnahmenpaket im Hitzeaktionsplan. Genannt werden eine ausreichende Klimatisierung der eingesetzten Fahrzeuge sowie mehr Schutz an Haltestellen. Begrünte Dächer, Solardächer oder Hitzeschutzfolien sollen dort ebenso geprüft werden wie Trinkwasserbrunnen oder Refill-Stationen an stark frequentierten Haltepunkten. Außerdem verlangt die Gruppe einen Sachstandsbericht zu einem älteren Antrag. Mit einer schnellen Umsetzung rechnet sie selbst offenbar nicht. Schon der bestehende Hitzeaktionsplan steht unter dem Vorbehalt der personellen und finanziellen Möglichkeiten der Stadt. Die zusätzlichen Punkte sollen deshalb zunächst in den Plan aufgenommen werden.
Sparen will die ÖDP an anderer Stelle. Innerstädtische Wechselflorflächen, die regelmäßig neu bepflanzt und gepflegt werden müssen, sollen schrittweise durch mehrjährige Staudenmischungen ersetzt werden. Als Beispiel nennt der Antrag Pfaffenhofen, wo solche Pflanzungen nach Angaben der ÖDP deutlich geringere laufende Kosten verursachen. Entsprechende Flächen gibt es unter anderem am Stadttheater, an der Goethestraße, im Westfriedhof und im Klenzepark. Im Klenzepark und auf dem Westfriedhof sollen zugleich freie Flächen mit großkronigen, hitze- und trockenheitsresistenten Bäumen bepflanzt werden. Grundlage sollen Erkenntnisse der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau zu sogenannten Zukunftsbäumen sein.
Der Rathausplatz ist Gegenstand eines Prüfantrags. Die Stadt soll untersuchen, wie dort mehr Schatten und Kühlung möglich sind, ohne Liefer-, Rettungs- und Verkehrswege einzuschränken. Neben Bäumen und Großsträuchern sollen auch Schattenspender ohne Wurzelsystem geprüft werden. Die Bürgerschaft soll in das Gestaltungskonzept einbezogen werden.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der ÖDP-Stadtratsgruppe Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.