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Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit in Bayern

Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit in Bayern

(ot) Ende März haben Oberbürgermeister Christian Scharpf und Olga Paul, die erste Vorsitzende des Vereins NefAS e.V. (Netzwerk für Arbeit und Sozialbelange), den neuen MiMi-Kooperationsvertrag für die Jahre 2021 und 2022 unterzeichnet. Weiterer Kooperationspartner und Projektträger ist das Ethno-Medizinische Institut. Damit kann das landesweite Gesundheitsprojekt „Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit in Bayern“ (MiMi-Gesundheitsprojekt Bayern), das vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMPG) gefördert wird, in Ingolstadt auch in den nächsten Jahren durchgeführt werden.

Das Gesundheitsprojekt „Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit in Bayern (MiMi-Bayern)“ wird seit der ersten Projektförderphase 2008 / 2009 als erstes landesweites Programm zur Gesundheitsförderung für Menschen mit Migrationshintergrund in Bayern angeboten. Neben Augsburg, München, Nürnberg und Schweinfurt ist Ingolstadt als „Modellstadt“ von der ersten Stunde an mit dabei. Mittlerweile ist ein Netzwerk an bayerischen Kooperationspartnerorganisationen an 15 Standorten entstanden, an dem alle bayerischen Regierungsbezirke beteiligt sind.

Seit 2008 wurden über hundert engagierte Migranten/-innen, die über einen hohen Integrationsgrad verfügen, zu Gesundheitsmediatoren/-innen in Ingolstadt ausgebildet und geschult. Sie geben dann ihr erlangtes Wissen in ihrer Muttersprache an andere Menschen aus ihrer Community weiter und tragen nachhaltig dazu bei, dass fundierte Kenntnisse über gesundheitliche Themen auch an Bevölkerungsgruppen in Ingolstadt weitergegeben werden, deren Zugang zu aktuellen Informationen aufgrund eingeschränkter Deutschkenntnisse oftmals nur unzureichend gegeben ist.

So wird die Gesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund gestärkt, sie werden zu gesunden Lebensweisen motiviert und erhalten Zugang zur Gesundheitsregelversorgung und zu Präventionsangeboten. Hinzu kommt aktuell das Ziel, die Kommunikation und mehrsprachige Aufklärung in Migranten-Communitys bezüglich SARS-CoV-2 und auch allen damit zusammenhängenden Regelungen und Kampagnenmaßnahmen in verschiedenen Sprachen zu gewährleisten.

In der neuen Vereinbarung sind insbesondere die aktuellen Pandemieherausforderungen berücksichtigt. Das MiMi-Gesundheitsprojekt reagiert auf die aktuellen pandemiebedingten Herausforderungen, indem es die Schwerpunkte SARS-CoV-2 und den Impfschutz ins Programm implementiert. Zusätzlich wird eine Website („COVID-Online-Info-Bayern“) mit fremdsprachigen Informationen in zwanzig Sprachen erstellt. Darüber hinaus wird das Programm durch die weitere Qualifizierung von neuen Mediatoren sowie durch eine Erweiterung des Themenund Sprachrepertoires, durch die Entwicklung und Einführung neuer
Projektmodule und durch die Kooperationsbildung mit neuen Projektpartnerinstitutionen in seiner Qualität und Nachhaltigkeit weiterentwickelt.

MiMi beschäftigt sich mit den unterschiedlichsten gesundheitlichen Themen, die von Seiten der Projektträger in Form von Spezialisierungsschulungen für die Mediatorinnen und mehrsprachigen Gesundheitskampagnen für Menschen mit Migrationshintergrund zur
Verfügung gestellt werden.

Quelle: Die Erstellung des Artikels erfolgte unter der Verwendung einer Pressemitteilung der Stadt Ingolstadt.

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