Mittelstand und Ausbildungsberufe in Ingolstädter Unternehmen in den Fokus nehmen

 Mittelstand und Ausbildungsberufe in Ingolstädter Unternehmen in den Fokus nehmen

O-T(h)öne gibt Fraktionen und Gruppierungen im Ingolstädter Stadtrat, sowie ausgewählten Personen des gesellschaftlichen Lebens und aus dem journalistischen Bereich, in der Rubrik "Aus fremder Feder", die Möglichkeit eines Gastkommentars zur Ingolstädter Kommunalpolitik.

Das Thema ist durch den Gastkommentator frei wählbar, ebenso die Länge des Textes. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser des Gastkommentars.

Gastkommentar von Christian Lange, Fraktionsvorsitzender und Oberbürgermeisterkandidat der Bürgergemeinschaft Ingolstadt (BGI)

Wissenschaft sowie die Hochschulen und Universitäten haben es dem Ingolstädter Oberbürgermeister seit einiger Zeit angetan. Er fördert die Hochschulen und erfüllt diesen jeden Wunsch. Er konzentriert sich ganz auf die Förderung von Instituten, Lehrstühlen und Existenzgründungen von Wissenschaftlern. Kürzlich sagte er den Medien: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“ Seine Pressemitteilungen beginnt Christian Lösel zurzeit übrigens gerne mit „wir“ – wen er damit genau meint bleibt offen.

So überredete er den Stadtrat, mehrere Millionen Euro der städtischen Gelder in die beiden Hochschulen vor Ort zu stecken, um Arbeitsplätze zu sichern oder neue zu schaffen. Betrachtet man jedoch die Anzahl der Hochschulabsolventen in der Stadt passen die Arbeitsplätze, die er schaffen will, nur bedingt zu den Arbeitnehmern in Ingolstadt. Der OB will aus Ingolstadt so schnell wie möglich wieder eine Universitätsstadt machen und vergisst dabei, dass Dreiviertel der Mensch in Ingolstadt seit siebzig Jahren Facharbeiter ohne Studium sind. Diese werden bald verstärkt nach Arbeitsplätzen für Fachkräfte suchen. Noch ist der Arbeitsmarkt dafür bereit, da viele Facharbeiterstellen unbesetzt sind. Das wird sich aber im laufenden Transformationsprozess bald ändern und die offenen Stellen für Arbeiter und Facharbeiter werden dann schnell weniger werden. Auch daran muss gedacht werden. Dafür muss die Stadt vermehrt auch den Mittelstand und die Ausbildungsberufe in den Ingolstädter Unternehmen in den Fokus rücken. Ich werde zukünftig dafür sorgen, dass alle Auszubildenden und alle Ausbildungsberufe die gleiche Beachtung erfahren wie die Hochschulen und die Studiengänge, die sie anbieten. Es gibt also noch einige Hausaufgaben, die noch nicht erledigt sind. 

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