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Morgen 24-Stunden-Warnstreik auch im Gesundheits- und Sozialwesen in Ingolstadt und der Region

Morgen 24-Stunden-Warnstreik auch im Gesundheits- und Sozialwesen in Ingolstadt und der Region

(ot) Nach ergebnislosen zwei Verhandlungsrunden des öffentlichen Dienstes machen die Beschäftigten im Klinikum Ingolstadt, Kliniken Naturpark Altmühltal und der Lebenshilfe Region 10 deutlich, dass der beschworenen Wertschätzung während der Pandemie nunmehr auch Taten folgen müssen.

„Der kommunale Arbeitgeberverband spielt auf Zeit und schätzt die Durchsetzungsbereitschaft der Beschäftigten falsch ein“ sagt Arina Wolf, Gewerkschaftssekretärin für den Bereich Gesundheit und Soziales. „In den letzten Tagen waren wir viel in den Betrieben vor Ort. Die Beschäftigten sind wütend und enttäuscht! Sie haben im März und April eine unglaubliche Welle der Dankbarkeit und Wertschätzung ihrer Arbeit erlebt. Es wurde für sie applaudiert und musiziert. Jetzt, wo es darum geht diese Wertschätzung auch von ihren Arbeitgebern spüren zu lassen, bekommen sie null Prozent angeboten und die Arbeitgeber stellen sogar die Forderung auf, ihre Eingruppierung neu zu bewerten, was zu einer Herabgruppierung führen könnte“, berichtet Arina Wolf über die Stimmung im Betrieb weiter.

Auch in unserer Region verhalten sich die Klinik Geschäftsführungen ganz unterschiedlich. Während in Kliniken Eichstätt und Kösching die Geschäftsführung sich einvernehmlich mit der Gewerkschaft ver.di einigen konnte wie ein Notdienst an diesem Tag in den Kliniken aussehen kann und damit eine Sicherheit nicht nur für die Patienten besteht, sondern auch den Beschäftigten die Ausübung ihres Streikrechts möglich macht, so ist die Lage im Klinikum Ingolstadt anders. Die Geschäftsführung im Klinikum Ingolstadt verwehrt den Beschäftigten ihr echtes Grundrecht auf den Streik und ist nicht bereit eine Notdienstvereinbarung mit ver.di abzuschließen. Sogar auf die Aufforderung der ver.di nach der Minderung der Arbeitsmenge im Klinikum wird nicht eingegangen.

„Die Geschäftsführung will den Beschäftigten das Streikrecht nehmen und gefährdet damit gleichzeitig das Patientenwohl. Dabei wird in dieser Klinik seit Jahren in Unterbesetzung gearbeitet. Der Rubel muss rollen, ohne Rücksicht auf die Beschäftigten. Nicht der Streik gefährdet die Patienten, sondern der Normalzustand“ erörtert Arina Wolf. Zahlreiche Beschäftigte werden dennoch am Warnstreik teilnehmen.

Unterstützt werden sie dabei auch durch einen Solidaritätsstreik der Beschäftigten des Klinikums eigener Servicegesellschaft. „Klinikum und DLGM gehören zusammen. Daher streiken die Beschäftigten der Servicegesellschaft heute aus der Solidarität mit den Beschäftigten des Klinikums in der laufenden Tarifrunde. Heute ihr – morgen wir, denn wir warten immer noch auf die Entscheidung des Stadtrates wegen der Übernahme in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes“ erklärt Erika Radisavljevic, Reinigungskraft im Klinikum.

Lesen Sie dazu auch diese Berichterstattung: Warnstreik am Klinikum Ingolstadt angekündigt


Quelle: Unveränderte Übernahme einer Pressemitteilung von ver.di Ingolstadt, Gesundheit und Soziales

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