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Kurz vor der dritten Verhandlungsrunde in der Tarifrunde der Länder spitzt sich der Arbeitskampf zu. Die Gewerkschaft ver.di ruft für Dienstag, den 10. Februar, zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Bayern auf. In einzelnen Universitätskliniken sollen Arbeitsniederlegungen bereits am Montag beginnen.
Nach Angaben der Gewerkschaft sind zahlreiche Bereiche betroffen, darunter Universitätskliniken, Hochschulen, Staatstheater, Verwaltungen, Finanzämter, Straßenmeistereien sowie weitere staatliche Einrichtungen. Mit Einschränkungen im Regelbetrieb ist zu rechnen, eine Notfallversorgung soll jedoch gewährleistet bleiben.
Mehrere tausend Beschäftigte werden zu zentralen Kundgebungen in München und Erlangen erwartet. Dort wollen die Streikenden gegen den bisherigen Verlauf der Tarifverhandlungen protestieren. Die dritte Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft der Länder ist für den Zeitraum vom 11. bis 13. Februar in Potsdam angesetzt.
ver.di fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Lohnerhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat. Für Nachwuchskräfte verlangt die Gewerkschaft ein monatliches Plus von 200 Euro sowie eine unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung. Zudem sollen studentische Beschäftigte ein tariflich abgesichertes Mindeststundenentgelt erhalten. Weitere Forderungen betreffen höhere Zeitzuschläge und eine Laufzeit des neuen Tarifvertrags von zwölf Monaten.
Die Gewerkschaft begründet die Warnstreiks mit fehlenden Fortschritten in den Gesprächen und verweist auf steigende Lebenshaltungskosten sowie den zunehmenden Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung von ver.di; redaktionell bearbeitet.
