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Der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Ingolstadt hat sich personell neu aufgestellt. Auf der gestrigen Kreisversammlung haben die Mitglieder einen neuen Vorstand für die kommenden zwei Jahre gewählt. Rund 50 Mitglieder nahmen an der Versammlung teil.
Künftig wird der Kreisverband von einem neuen Sprecher-Duo geführt: Natalie Pohl und Alexander Pilz wurden in diese Funktion gewählt. Zum Schatzmeister bestimmten die Mitglieder Alexander von Schkopp, zur Schriftführerin wurde Christa Schlotterbeck gewählt. Ergänzt wird der neue Kreisvorstand durch Carlos Alvarez de la Rosa, Merlin Nagel, Ujvesa Pronaj und Siegrid Seißler.
Die Versammlung nutzte zugleich die Gelegenheit, die scheidenden Mitglieder des bisherigen Kreisvorstands zu verabschieden und sich ausdrücklich für deren großes Engagement in den vergangenen zwei Jahren zu bedanken – eine Phase, die von mehreren Wahlkämpfen geprägt war, darunter vorgezogene Oberbürgermeister- und Bundestagswahlen sowie die jüngst abgeschlossenen Kommunalwahlen. Auch die ehemaligen Stadträte Christian Höbusch und Jochen Semle wurden verabschiedet. Die Mitglieder dankten ihnen für ihren Einsatz im Ingolstädter Stadtrat.
Ein zentrales Thema der Versammlung waren die laufenden Gespräche zur künftigen Zusammenarbeit im neuen Stadtrat – in einer Phase, in der sich die politischen Konstellationen derzeit sichtbar verschieben. Nach Angaben aus der Partei wurde die aktuelle Lage intensiv diskutiert. Co-Sprecher Alexander Pilz verwies dabei auf die Dynamik der vergangenen Tage: Die Situation verändere sich „fast täglich“, was die Verhandlungen nicht einfacher mache. Zugleich äußerte er die Erwartung, dass sich die Gespräche wieder stärker auf die eigentlichen inhaltlichen Themen zurückführen.
Aus Sicht von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN rücken dabei zentrale Herausforderungen in den Fokus. Genannt wurden insbesondere die angespannte Finanzlage der Stadt sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf kommunaler Ebene. Die Mitglieder fordern, dass umwelt- und klimapolitische Errungenschaften dauerhaft in der Stadtspitze verankert bleiben – mit klaren Zuständigkeiten und unabhängig von personellen Wechseln. Dabei gehe es sowohl um Zuständigkeiten als auch um strukturelle Verankerung. Ob dies künftig über ein entsprechendes Bürgermeisteramt oder ein eigenständiges Referat organisiert werde, sei aus Sicht der Partei eine Frage der konkreten Ausgestaltung – nicht jedoch der grundsätzlichen Priorität.
Mit Blick auf die anstehenden Verhandlungen zeigt sich der neue Vorstand optimistisch. Ziel sei es, gemeinsam mit anderen demokratischen Parteien einen tragfähigen Weg zu finden, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Dazu zählen insbesondere die Stabilisierung des städtischen Haushalts sowie die langfristige Ausrichtung Ingolstadts – sowohl finanziell als auch ökologisch.
Die personelle Neuaufstellung erfolgt in einer Phase, in der sich die politischen Mehrheiten und Konstellationen im Ingolstädter Stadtrat noch im Fluss befinden. Die Wahl eines neuen Vorstands und die inhaltliche Positionierung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fallen damit in eine Zeit intensiver Verhandlungen – mit unmittelbarer Bedeutung für die zukünftige Zusammenarbeit im Stadtrat und damit für die politische Handlungsfähigkeit der kommenden Jahre.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, redaktionell bearbeitet.