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Neues Urnenwäldchen am Ingolstädter Südfriedhof

Neues Urnenwäldchen am Ingolstädter Südfriedhof

Von Thomas Thöne

Die vom Stadtrat beschlossene Erweiterung des Ingolstädter Südfriedhofes ist in vollem Gange. Der Stadtrat hatte dazu im vorherigen Jahr 450.000 Euro bewilligt.

In der damaligen Sitzungsvorlage hieß es zu den Erweiterungsmaßnahmen: "Die  Notwendigkeit  einer  Erweiterung  des Südfriedhofs  ergibt  sich  primär  aus  dem  Wunsch muslimischer  Mitbürger,  verstorbene  Familienmitglieder  künftig eher  in  Ingolstadt  bestatten  zu wollen, als sie in das Herkunftsland zu überführen. Dieser Wunsch wurde mit einer Liste mit ca. 800 Unterschriften, die im Juli 2017 übergeben wurden, untermauert. Darin wird der Wunsch nach einem  muslimischen  Friedhof  geäußert.  In  Bayern  können  aber  nur  juristische  Personen  des öffentlichen  Rechts  Träger  von  Friedhöfen  sein.  Dies  ist  bislang  bei  keiner  muslimischen Gemeinde  in  Bayern  der  Fall,  weswegen  nur  die  Möglichkeit  besteht,  muslimische Grababteilungen in bestehenden Friedhöfen einzurichten".

Weiter wurde ausgeführt: "Parallel zum Bedarf an muslimischen Grabstätten meldete der Bezirksausschuss V-Südwest den Wunsch  nach  einem  weiteren  Besucherzugang  mit  Parkplatz  im  südwestlichen  Bereich  des Südfriedhofs an. Die in diesem Bereich bestehende Betriebszufahrt, die derzeit von Fahrzeugen der Müllabfuhr, der INKB und des Gartenamts genutzt wird, soll künftig geteilt sein und daher gefahrlos auch von Fußgängern genutzt werden können. Ein Zurückversetzen des Friedhofstores dient  dem  gleichen  Zweck,  da  durch  diese  Maßnahme  Personen  beim  Verlassen  des Friedhofsgeländes nicht unmittelbar an der Straße stehen und so sicher den Parkplatz erreichen können".

Bei der aktuellen Friedhofserweiterung werden neue Möglichkeiten zur Urnenbestattung geschaffen, ebenso wird zusätzlich zu den bekannten Grabarten  eine neue Variante in Form eines Urnenwäldchens angeboten. In der genannten Sitzungsvorlage des Stadtrates hieß es dazu. "Diese  Bestattungsform  greift  den  erstmals  durch  die  Urnenbaumgräber umgesetzten  Gedanken  der  naturnahen  Bestattung  für  Urnen  auf,  gestattet  aber  eine  noch konsequentere Verwirklichung des Wunsches nach einer letzten Ruhe unter Bäumen. Das  Urnenwäldchen  ist  in  mehreren  Abschnitten  erweiterbar  und  soll  dem  sich  immer  stärker abzeichnenden Trend zu naturnahen Waldbestattungen innerhalb eines bestehenden Friedhofs folgen".

Quelle: Eigener Bericht, Ratsinformationssystem der Stadt Ingolstadt

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